Once upon a time (also zu Beginn des Jahrtausends ungefähr), da gehört das wochenendliche Schrauben unter der Motorhaube des Weblogs zur korrekten blog experience einfach dazu. Das Aussehen des Weblogs war grundsätzlich selbst gehäkelt (und sah auch so aus). Die Software unter der Haube – sofern sie überhaupt unter der eigenen Haube steckte, nicht unter der eines Bloghosters – überforderte die damals verfügbaren Shared-Hosting-Accounts und blieb beim Schreiben gerne mal stehen (yes, MovableType, I’m looking at you!); die Fehlersuche und -behebung fand grundsätzlich beim Blogger zuhause statt, und Plugins waren etwas für den Browser, nicht fürs Blog.
Hach ja. Heute schreiben wir unsere Texte im Büro mit Word und unsere Blogs im Netz mit WordPress. Selbst hier, am Zentralbahnhof der häufigen Neustarts und abrupten Plattformwechsel.
Doch, wirklich: WordPress ist das Word unter den Blogsystemen: fast überall vorhanden oder schnell installiert, kann alles und – dank Plugins – noch mehr, als das Durchschnittsblog jemals wirklich rechtfertigt, hat so seinen Anteil an Sicherheitslücken, bringt bei entsprechender Nutzung die Serverperformance in Bodennähe und hat eine Usability knapp diesseits des Office Ribbon (Nutzer, die nie mit Office 2007/2008 zu tun hatten, dürfen jetzt verständnislos gucken). Weiterlesen
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Vor ein paar Tagen, in der Kantine meines Arbeitgebers. Ein Kollege winkt mir freundlich zu und fragt mich, ob ich wieder gesund sei. Ich war gerade aus dem Urlaub zurück und musste kurz nachdenken, was er denn eigentlich meinte. Bis er seinem Tischgenossen erklärte, dass ich ein Blog führte und dort über meine Krankheit geschrieben hätte und darüber, dass sie mich unter anderem vom Bloggen abhielte.