Nanu? Was ist aus der eleganten, aber auch ein wenig langweiligen Seite geworden, die bis gerade eben an dieser Stelle war? Die Seite mit dem Angebot, für andere redaktionelle Arbeiten, Korrekturen, Lektorate etc. zu machen?
Seien wir ehrlich: Auch das ist ein Feld, das schon heute und künftig immer mehr von Maschinen übernommen wird. Das muss noch nicht mal unter dem Etikett “KI” laufen; Rechtschreib- und Syntaxkontrolle sind schließlich in jeder anständigen Textverarbeitung (und ja, auch in Word) schon eingebaut.
Was also stattdessen?
Um auch als Rentner meinem Kater und meiner Umgebung nicht zu sehr auf den Wecker zu fallen, habe ich mich nach Beschäftigungen umgesehen. Eine davon war, der hiesigen Volkshochschule Kurse mit IT-Schwerpunkten anzubieten - habe ich schließlich vor hundert Jahren mal studiert und vor sehr viel weniger Jahren auch beruflich betrieben. Ein erster Kurs war für die VHS und für mich so eine Art Probelauf. Das Thema: “Der große Sprung - Wechsel zu Linux”. Von den acht Teilnehmern (das war die abgesprochene Obergrenze) waren geschätzt die Hälfte über sechzig, und alle acht waren lernbegierig, lernfähig und laut dem Feedback auch zufrieden.
Mir hatte es jedenfalls Spaß gemacht, Linux hat in Bonn acht neue Anwender, und im Herbst wird es den Kurs wieder geben. Die Fragen aber, die ich zu beantworten hatte, zeigten mir, dass die Idee, mit dem inzwische schon klassischen Einsteiger-Linux Mint anzufangen, die Teilnehmer unterforderte; sie wollten viel über die verschiedenen Distros wissen (wo anfangen, wo aufhören?), und speziell KDE schien es einigen angetan zu haben - mein Laptop und damit das Bild auf dem Beamer lief zu der Zeit mit Kubuntu.
Jo. Am Ende hatte ich so den Eindruck, vor dem nächsten Kurs sollte ich mir auch selbst noch mal angucken, was es da an mehrheitstauglichen Linices gibt.
Distrohopping also. Und ich hoppte meinen geplagten Deskrechner durch etwa acht bis zehn verschiedene populäre Distros, von den Volksdebians Ubuntu und Linux Mint über Fedora bis OpenSUSE und zurück. Andere derzeit populäre Distros wie CachyOS habe ich dagegen übersprungen - ich will ja niemanden überfordern, am allerwenigsten mich.
Und was stand am Ende des -hopping? Ein neu aufgesetzter Deskrechner, ein neu aufgesetzter Laptop, beide mit dem guten alten Debian, dem ich in den letzten 20 Jahren ein wenig aus dem Weg gegangen war, weil Ubuntu ja mit dem Anspruch gegründet worden war, den Einstieg in die Debian-Welt für alle zu vereinfachen. Das ist jetzt aber über 20 Jahre her, und ich konnte feststellen, dass Debian überhauot keine Hürden (mehr?) aufbaut. Und solange Hugo nicht verrückt spielt, ist das hier ein stocksolides System.
Seit dem VHS-Kurs bin ich jedenfalls wieder verstärkt in Sachen Information Technology unterwegs, und damit ich künftigen Kursteilnehmern mehr bieten kann als eine PowerPoint-Präse, werde ich meine Erkenntnisse, alte und neue, hier festhalten. Damit sie was zu lesen haben.