Yoo-hoo!

Jau. Ist recht. Jetzt ist bald alles zum angestrebten Deal Microsoft/Yahoo! gesagt worden, nur noch nicht von jedem. Alle, die Microsoft und/oder Yahoo! nicht mögen (ich gehöre da eher zur „und“-Fraktion, aber das spielt hier und jetzt keine Rolle) ätzen über die miesen Aussichten des Deals, wahlweise über die riesengroße Gefahr, die der Deal – wenn er denn durchkommt – für den guten Rest des Internets und/oder Google darstellt. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, gilt am heutigen Abend folgendes:

  • Microsoft hat vom Internet keine Ahnung, aber Geld. Noch.
  • Yahoo! hat vom Internet Ahnung, aber kein Geld, da das Internet sich nicht so verhält, wie Yahoo! meint.
  • Microsoft und Yahoo! passen gut zusammen.
  • Microsoft und Yahoo! passen so gut zusammen wie AOL und TimeWarner. Also überhaupt nicht.
  • Microsoft will nur Markenname und Marktanteil von Yahoo kaufen, stellt also keine Gefahr für (den technologieorientierten Konzern) Google dar.
  • Microsoft hat so viel Geld, dass es nach dem Kauf eine große Gefahr für Google darstellt.

Und so weiter. Und während die Aufrechten sich daran machen, ihre Flickr-Accounts zum zweiten Mal – und diesmal aber wirklich – zu löschen, hat wohl The Artist formerly known as Mapu noch am rechtesten:

Eigentlich ist es egal. Das Internet wird von ein paar Großen beherrscht, die alles über uns wissen (wollen). Ob das nun Google, Yahoo! oder Microsoft ist, ist mir schnuppe. Alle sind irgendwie auf ihre Art „böse“, auch wenn der eine oder andere Konzern das Gegenteil behauptet.

Alle sind böse. Oder auch nicht, wenn man nicht völlig blauäugig durchs Netz stolpert und auch im Jahr 2007 noch glaubt, es gäbe so etwas wie einen free lunch im Internet. Unfortunately, there’s no such thing.