Wuala aber auch…

Es ist gerade mal knappste zwei Monate her, dass ich mir Gedanken machte, wie der Mensch seine Daten und Dateien am sichersten, aber auch am praktischsten in der Wolke ablegen soll. Hintergrund war das Brouhaha um Dropbox.com, das zugeben musste, dass die Daten seiner Kunden eben doch nicht so unzugänglich auf den Servern rumliegen, wie Dropbox das gerne als unique selling point herausgestellt hatte.

Damals, also vor zwei Monaten, hatte ich noch alle Dateien in meiner Dropbox. Weil ich mich aber ungern von Dienstleistern bei der Entgegennahme meines Geldes auch noch behumsen lasse, ist das inzwischen anders.

In der Dropbox liegen nur noch Dateien, die ich mit anderen Dropbox-Usern (bzw. die mit mir) teilen wollen. Meine Musikdateien, meine Fottos und auch der andere Kram, der bei mir in the cloud liegt, ist zu Ubuntu One gewandert, das vor zwei Monaten wegen Performanceproblemen noch völlig indiskutabel war, inzwischen aber aufgeholt hat, gut in das Betriebssystem meiner Wahl integriert ist, auch eine brauchbare Web-Oberfläche für den schnellen Zugang unterwegs bietet und letztendlich weniger kostet als die Dropbox.

Dass Ubuntu One gar nicht erst versucht, die Dateien zu verschlüsseln, bedeutet nur, dass ich das mittels PGP-Verschlüsselung selber machen darf – aber ich bin ja schon groß und kann das.

Trotzdem habe ich mich weiter nach einer etwas eleganteren Lösung umgesehen und teste gerade Wuala. Der Vorteil von Wuala: Die Dateien werden schon vor dem Transfer auf den Server ver- und erst nach dem Rücktransfer vom Server entschlüsselt. Wuala kennt kein Passwort, nix. Der Nachteil: Man braucht dazu einen Wuala-Clienten auf dem Rechner, und der ist in Java programmiert, passt sich also nur begrenzt elegant ins die eigene Umgebung ein. Immerhin: Wuala gibt es auch für Android – von meinen Rechnern jeglicher Größe aus kann ich also darauf zurückgreifen. Von meinen Rechnern…

Und das könnte auch der Killer sein. Denn mein Arbeitgeber duldet – wie viele andere auch – keine Extra-Installationen auf den Bürorechnern, und die Weboberfläche von Wuala lässt sich mangels Java auf dem PC ebenfalls nicht starten.

Und so sitze ich jetzt mit zwei Lösungen da, die unvollständig sind: PGP-verschlüsselte Dateien bei Ubuntu One, die ich nur auf Handy und Pad, aber nicht auf Dienst-PC entschlüsseln kann. Und Wuala-verschlüsselte Dateien bei Wuala, die ich nur auf Handy und Pad, aber nicht… you get the picture.

Nun kommt es eigentlich nicht in Frage, dienstliche, gar vertrauliche Dokumente unverschlüsselt durch die Gegend zu schicken…

Ist das der Grund, weshalb es immer noch USB-Sticks (unverschlüsselte, versteht sich…) gibt?