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Kinder unterschiedlichen Alters im Bällebad
Kinder unterschiedlichen Alters im Bällebad

Ein Wochenrückblick. Sowas mache ich sonst ja eher nicht, weil das hier ja ein kein Internet-Tagebuch ist. Und wer sich an diese Bezeichnung für Weblogs noch erinnert, darf sich gleich für ein Seniorenmenü anstellen.

OK, dann also ein Wochenrückblick

Marlon auf einem Mini-PC
Diensthabender Kater

Trotzdem ist dies ein Wochenrückblick. Weil die re:publica-Berichterstattung hier einerseits zugunsten meines Arbeitgebers gar nicht erst recht in Fahrt gekommen ist und andererseits an dieser Stelle formal nicht abgeschlossen wurde. Weil viereinhalb Stunden ICE mit einer unerzogenen Nebensitzerin (ausgefahrene Ellbogen, Kopfablage beim ICE-Schlaf auf meiner Schulter, muffiges Gesicht, wenn ich mal aufstehen wollte) plus anderthalb Stunden Nahverkehr wg. Bauarbeiten zwischen Köln und Bonn, weil der diensthabende Kater eine mittelgroße Willkommensshow abgezogen hat, und weil mich eine re:publica bei aller Freude und Begeisterung doch ein wenig fertig macht. Man ist nicht mehr der Jüngste.

Mit Jens Scholz habe ich am letzten Tag eine ganze Veranstaltung lang (in die wir nicht hineingekommen waren) gequatscht, über alles Mögliche, über die, die nicht mehr zur re:publica kommen… Und wir waren uns einig: es war eine gute re:publica, aber irgendwie war die r:pTEN (oder r:pNET) doch spannender. Egal. Es waren gut verbrachte drei Tage, und das nachträgliche Angucken der nicht besuchten Sessions wird mich in den nächsten Tagen immer wieder nach Berlin zurückbeamen.

Nach Berlin zurück

„Nach Berlin zurück“ – das war der besondere Aspekt in diesem Jahr. Nach 13einhalb Jahren netto (die Zeit vor Washington mit eingerechnet, sogar 21einhalb Jahren!) habe ich Berlin vorerst hinter mir gelassen. Das hat überwiegend persönliche Gründe, die hier niemand interessieren. Natürlich ist mir Berlin in den letzten vier, fünf Wochen noch nicht fremd geworden; aber das große Heimwehgebeutel ist ausgeblieben. Ganz im Gegenteil: Am Hauptbahnhof war es ein gutes Gefühl, in den Zug nach Westen einzusteigen, zurück ins neue Leben zu kehren.

Langsam wird’s Zeit, die Wohnung zu einem Zuhause zu machen. Es ist schon eine Wohnung, ein Zuhause wird es noch. In den vergangenen Tagen habe ich mehr als einmal darüber nachgedacht, wie es ist, in einer Kurstadt zu leben (Bad Godesberg, if you please!). Ist übrigens nicht das erste mal – schon in jungen Jahren war ich zwei Jahre lang Bürger (naja, angemeldet in) der Stadt Baden-Baden. Damals war mir das alles zu verschnarcht. Inzwischen bin ich es selber.

Wer die Wahl hat

Wer die Wahl hat (hat ja auch nicht jeder in meinem Alter), kann sich den Wohnort nach dem eigenen Allgemeinzustand aussuchen. Und wer das rechtzeitig macht, kann sogar bei der heutigen Landtagswahl mitwählen. Zwar fand die Wahlhelferin mich zuerst nicht in der Wählerliste, aber ein Anruf in der Wahlzentrale (oder wo in solchen Fällen angerufen wird) erbrachte die Erkenntnis, dass ich in der drittletzten Zeile der Nachmeldeliste zu finden war. Viel knapper gehts nicht.

Im Fernsehen sprechen sie von einem politischen Erdbeben, und ich denke an Erdbeeren. So bin ich: immer auf den eigenen Vorteil bedacht.

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