Woot!

Ich bereite mich auf ein Skypat („Telefonat“ sagt man wohl nicht mehr, oder?) vor. Heute oder morgen will einer meiner amerikanischen Cousins wissen, was es mit diesen „Woot Burgers“ auf sich hat – oder wie auch immer man den oder die „Wutbürger“ anglisiert.

Ich werde ihm von den Protesten gegen Stuttgart 21 erzählen – und den Folgen, die das Mappum (neulat., neutralisierte Version von „Mappus“) seiner eigenen Politik  verdankte. Ich werde ihm von der Spanish Revolution („Nobody expects the S.R.!“) erzählen, von öffentlichen Lesungen des Grundgesetzes, von der Aufregung über „alternativlose“ Politik zugunsten „systemrelevanter“ Unternehmen und Institutionen, von meiner vorübergehenden, ebenfalls wutbegründeten Mitgliedschaft in einer kleinen Partei mit albernem Namen. Und vielleicht kann ich ihm, dem überzeugten Obama-Demokraten, der übermorgen seinen 71. Geburtstag feiert (und doch manchmal jünger denkt als ich), ein wenig von der Demokratie in Europa erklären.

Habe ich was vergessen, was ich meinem Cousin Walter erzählen sollte?