Wiedersehen

Ende eines Arbeitstages: Um 17:00 Uhr ins Café im Erdgeschoss, dort mit einem alten Freund verabredet. Nach buchstäblich Jahren des Nichtkontaktes war man sich – of all places – bei Facebook über den Weg gelaufen, was für alte Zauselâ„¢ knapp unter und ein Stück weit über 50 Jahre nicht ganz selbstverständlich ist. Hingesetzt, Kaffee getrunken, einen gemeinsamen Freund aus alten Tagen, der im selben Haus arbeitet, dazugewunken. Und eben nicht nur über die alten Zeiten geredet. Das wäre zu einfach – und zu unspannend. Wie es ist, zusammen um halb vier Uhr (morgens!) in einem leeren Funkhaus zu arbeiten, weiß man schließlich seit mehr als zwanzig Jahren.

Dabei waren die alten Zeiten an sich spannend genug gewesen – die Zeiten seither aber auch. Der eine ist spät Vater geworden, der andere genießt schon das Großvaterdasein, die Falten im Gesicht sind tiefer geworden, die Haare grau, das Lachen entspannter und irgendwie weiser. Und so redet man eine unheimlich dichte Stunde über das gemeinsame Jungsein, übers Älterwerden, darüber, wie das Leben irgendwann mal wichtiger wurde als die Karriere, darüber, wie das Leben im (auch nicht mehr ganz) neuen Jahrtausend ist, über vergeigte und sich noch bietende Chancen, über gemeinsame Freunde und gemeinsame Gegner, über World of Warcraft, Literatur in der Originalsprache und Altgriechisch an der Schule.

Und dann geht man auseinander, hat gerade mal einen Kaffee getrunken und eine ausnehmend angenehme Stunde verbracht. Telefonnummern sind ausgetauscht, Mailadressen ebenso – bis bald, Rik! Und danke für den Kaffee!

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