Why feedly may not be for me

Es ist ungefähr acht Stunden her (jedenfalls behauptet das der folgende Screenshot), da twitterte ich ins Leere:

feedly-Tweet
feedly-Tweet

Das Übliche eben: unreflektiertes Gemeckere über die Erscheinungsformen des Webs von heute. Nichts, was einem wirklich Sorgen machen muss – außer vielleicht, wenn man feedly.com heißt und ein offenbar recht beliebtes Firefox-Plugin herstellt, das aus der ungeordneten Flut der Nachrichten im Guglrieder automatisch eine „zeitschriftenartige Startseite“ erzeugt.

Kurz drauf, also immer noch vor ungefähr acht Stunden, meldete sich feedly.com, der Twitterer, und fragte besorgt und auf Englisch, welche Probleme ich mit dem Dienst bzw. dem Plugin denn hätte.

Reschpeckt.

Ich erläuterte dem freundlichen Twitterer dann einige der Probleme:

  • „Spring Cleaning“-Funktion ist mir nicht klar; der Zweck schon, aber wie’s geht, nicht.
  • Datenbank-Backup auf meiner Dienstkiste dauert ewig bzw. endet nur durch Abbruch.
  • Kein Add-on für den Safari (OK, das ist vielleicht mein Problem, so etwas von einem Firefox-Add-on zu erwarten…)

Kurzes Gezwitschere hin und her, dann die freundliche Bitte, bei getsatisfaction.com, der Selbsthilfegruppe im Netz, ein Ticket aufzumachen, und Gute Nacht.

Klasse-Reaktion. Und doch werde ich dieses Ticket nicht aufmachen – denn eigentlich brauche ich, will ich überhaupt keine zeitschriftenartigen News-Aufbereitungen. Wenn ich ehrlich bin, will ich mir weder von einer Maschine noch von einem Redakteur meine Nachrichten noch vorauswählen lassen, bade ich gerne im wilden, ungezähmten Strom von Feeds, mitsamt dem ganzen Quark (im Strom??), der dabei an mir vorbeischwimmt. Denn – bevor mir hier die Metaphern komplett entgleiten – ist nicht genau das das Charakteristikum von „Surfen“?