Wg. #nacktimnetz

Datenklau (Symbolbild)
Datenklau (Symbolbild)

Oha. Das sieht so aus, als sei ich gerade rechtzeitig in die Blogwelt zurückgekehrt. Dabei hatte ich die Geschichte, die unter dem Hashtag #nacktimnetz berichtet wird, zunächst falsch eingeschätzt: ein paar Menschen, auch Kollegen darunter, hatten die falsche Browser-Erweiterung (WOT, ausgerechnet eine Erweiterung, die das Netz sicherer zu machen behauptete) installiert und landeten daraufhin mit ihren sensiblen Daten in den Beständen von Datenhändlern. Nun ja. Betrifft nur eine Minderheit, wer nützt schon WOT?

Pustekuchen. Inzwischen wissen wir: Es ist nicht nur die eine Erweiterung WOT, und es hilft auch nicht, auf Firefox als einen nicht-kommerziellen Browser auszuweichen. Zeit für eine Leseliste, um in dem Fall auf den Stand der Dinge zu kommen:

Die regelmäßige Überprüfung aller installierten Add-Ons, wie in dem zuletzt verlinkten Text empfohlen, hat bei mir schon dazu geführt, dass ich nacheinander sowohl Adblock Plus wie auch Ghostery wieder de-installiert habe, als mir klar wurde, dass beide Daten erheben und vermutlich auswerten. Dann ignoriere ich die Werbung eben manuell bzw. mit dem eigenen Hirn.

Die Wahl des Browsers ist eine andere Frage. Pauschal auf Firefox zu verweisen, wie es – in einem anderen Zusammenhang – der Mailanbieter mailbox.org in seinen Technik-FAQs tut, ist nicht die ultimative Weisheit; in seinem oben verlinkten Text bekennt von Gehlen, dass er Firefox-User ist, was ihn aber nicht geschützt hat. Ein ständiger Einsatz eines Tor-Browsers oder das dauerhafte Abschalten von JavaScript – ebenfalls Empfehlungen von netzpolitik.org – verschlechtern dagegen die Netzerfahrung generell und nachhaltig.

Also: Aufpassen! Na super. Bleibt wieder alles an uns hängen.

2 Gedanken zu „Wg. #nacktimnetz“

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