Wg. Guglblock

…und dann könnten wir vor dem Schlafengehen ja noch ein paar Worte zur dritten Sau verlieren, die heute durchs Dorf (welches Dorf?) getrieben wird: Alter, reicher Mann ist böse auf jüngere Menschen und will nicht, dass sie in seinem Garten spielen – oder anders: „Knecht Rupert“ Murdoch will seine Inhalte von Google abziehen.

Klar. Wir Digital Naives machen uns drüber lustig, dass da schon wieder ein alter Mann – wenn auch von Umsatz und auch sonst mehrere Nummern größer als Hubert Burda – das Internet nicht verstanden hat, und dass er sich, sollte er sich tatsächlich dafür entscheiden, Google von seinen Seiten auszusperren, damit nur ins Knie fickt (wie geht das eigentlich?) selbst in den Fuß schießt. Und in unserer Welt kann einer, der sich der Verlinkung entzieht, auf Dauer auch nur verlieren.

Auf der anderen Seite (ja, ich weiß, Verlinkung is king, aber ich habe vergessen, wer das heute schon getweetet hat!) gehört Murdoch nicht aus galoppierender Vergreisung und technologischem Unverständnis zu den reichsten Menschen dieser Erde. Und die Welt ist auch nicht – so erstaunlich das sein mag – digital, besteht nicht nur aus Einsen und Nullen, und so ist es möglich, dass die wütenden alten Männer und die Googlistas der Welt noch ein paar Jahre nebeneinander herleben können. Wobei Google diesen Jahren offenbar gelassen entgegensieht.

Ein paar Jahre. Für die alten Männer ist das mehr als genug; um die neue Welt können sich ihre Erben kümmern. Und im Zeitalter des shareholder value sind ein paar Jahre schon epochal langfristig. Der allerdings ist auch zuletzt ein wenig aus der Mode gekommen.