Wellenschlag

Weitere Erfahrungen mit Google Wave:

  • Auf dem iPhone lässt sich zwar eine mobile Version von Google Wave darstellen, aber erst, nachdem der Mensch mit einem Klick anerkannt hat, dass der iPhone-Safari nicht von Google Wave unterstützt wird. Bei mir stellt sich zum wiederholten Maße heraus, dass das stimmt: Das Bild friert ein, das Phone wird warm, und erst nach ein paar Minuten (oder nach einem Neustart) geht’s wieder.
  • Auf dem Netbook via UMTS-Stick (T-Mobile) dagegen funkts mit der Welle – langsam, aber doch. Die eine oder andere Wave baut sich gar nicht auf, aber mit etwas Geduld ist da was zu machen.
  • Dort, wo Google Wave zuhause ist, steigt die Begeisterung mit der Zahl der Kontakte in der Kontaktliste. Der Mensch freut sich schon auf den Tag, an dem er seine Kollegen zur Zusammenarbeit einladen kann, und eigentlich noch mehr auf den, an dem er einen firmeninternen Wave-Server begrüßen darf. Warum? Nicht nur weil es geht™, sondern weil Google Wave all die Nachteile meines nahezu am häufigsten genutzten Arbeitsinstruments, der Email aufhebt und das Hin- und Herschicken von Mails mit Attachments durch eine Echtzeit-Unterhaltung mit Threads und Attachments ersetzt. Real-time, baby! (schrieb mir heute morgen Volker Weber in eine Wave)
  • Verräter Playback: Die m.E. verspielteste Wave-Funktion, das Playback, ermöglicht es allen an der Welle Beteiligten zwar, den Denk- und Diskussionsvorgang nachzuvollziehen; sie sorgt aber auch dafür, dass Dinge, die man schon mal gespeichert, dann aber aus diesem oder jenem Grunde wieder gelöscht wurden, auffindbar bleiben. Das gilt für Text und Attachments (zumindest habe ich die Löschfunktion für Attachments im Playback noch nicht gefunden) – eine neue Disziplin ist gefordert.

Tscha. Und dann muss der Mensch sich ab und zu daran erinnern, dass Wave noch nicht einmal beta ist (was bei Google jahrelang für „produktionsreif“ stehen kann), sondern eher in die Kategorie alpha fällt. Und deshalb vielleicht doch vorerst nicht zu unternehmenskritischen Zwecken verwendet werden sollte.