Was zu lesen, und eine Entschuldigung

Zunächst die Bitte um Entschuldigung. Sie geht an alle, denen ich in den letzten zwei Stunden die Twitter-Timeline mit altem Zeugs vollgeballert habe. Ich wusste nicht, oder habe nicht daran gedacht, dass das Twitter-Plugin den Unterschied zwischen altem Kram und neuem Kram Content nicht erkennt und alles unterschiedslos als „NEU!!“ in die Welt hinausposaunt. Diese Trash-Tweets sind inzwischen wieder gelöscht, aber zumindest heute darf ich lt. Twitter nichts mehr von mir geben.

Was ist passiert? Ich habe meine Arbeit unter der Haube einigermaßen erfolgreich fortgeführt und dabei festgestellt, dass ich, was die Archivierung früherer Inhalte angeht, doch mehr Disziplin hatte, als ich mir zugetraut habe. Sogar der allererste Blogeintrag vom 1. November 2000 (MEZ) war bzw. ist noch da – der Wahnsinn! Hier finden sich jetzt (mit Lücken, z.B. aus den Zeiten, als ich Blogsysteme nutzte, die keinen Export erlaubten) 21 Jahre Bloggeschichte, weitgehend ohne Bilder, weil die beim Import nicht mitkommen konnten (nicht in der Datenbank gespeichert, sondern in irgendwelchen längst gelöschten Verzeichnissen), mal mit, mal ohne und manchmal sogar mit doppelten Kommentaren und mit einer rekordverdächtigen Anzahl an dead links – aber es gibt was zu lesen!

Was die Lücken angeht: Zwischen 2015 (ausgerechnet der Eintrag aus der Reha nach der Herz-OP war der letzte) Ende 2016 und dem Neustart mit Hugo im Jahr 2018 hatte ich mich auf ein WP-Plugin für die Backups verlassen. Ich will jetzt keine Ursachen erforschen und keine Schuld zuweisen, aber:

  • Dass die Pro-Version des Plugins wiederholt erst meine Datenbank zerschossen hat und sich dann über die zerschossene Datenbank beschwerte, weckte Zweifel in mir, ob das Geld für die Pro-Version gut angelegt war. Gut immerhin, dass ich das nicht hier, am offenen Blogherzen gemacht habe, sondern – wie schon angedacht – in einer lokalen WordPress-Installation auf dem heimischen Rechner, auf der ich das schnell neu aufsetzen konnte. Dreimal. Mit immer dem selben Ergebnis.
  • Dass ich das Backup nicht mit einem der üblichen tar./gz.-Entpacker öffnen und prüfen konnte, macht die Sache nicht besser.
  • Das Geld für die Pro-Version war schließlich doch gut angelegt – nicht etwa, weil das Plugin geholfen hätte (hat es leider nicht), sondern der persönliche Support, den ich mir mit dem Geld auch erkauft hatte. Der hat mich auf die richtige Spur gebracht, es nochmal mit einem anderen Entpacker zu probieren und so einen Dump der alten Datenbank zu finden. Darin habe ich dann ein paar Ungereimtheiten entdeckt (die wahrscheinlich an den vorherigen Restoreproblemen schuld waren), und ich habe ihn mit waghalsigen MySQL-Aktionen (immer noch auf der lokalen Installation!) von überflüssigen Metadaten alter Plugins gesäubert und dann hierher kopieren können. Und den gleichen Twitterscheiss noch einmal gemacht, ich Dummie.

Jetzt ist erst mal Herbstspaziergang angesagt. Vielleicht lässt sich das Problem in den nächsten Tagen noch lösen.

Dieser Text wurde überarbeitet und dabei eine nicht gerechtfertige Aussage über das Backupplugin entfernt.