Was mache ich wo?

Diese Frage (für alle, die nicht wissen, welche: mal in der Überschrift nachgucken!) stellt sich – in Bezug auf seine SM-Aktivitäten (Social Media, nicht das andere SM!) Nachbar Dahlmann und beantwortet sie hier. Wenn ich ihm das nachmachen will (und ich will!), könnte ich es gleich mit des Nachbarn Einleitungssatz bewenden lassen:

So viele Dienste, so wenig Zeit.

Das – und ein wohl jahreszeitlich bedingtes energy low – ist der Grund, weshalb ich das Sozialnetz derzeit eigentlich so gut wie überhaupt nicht nutze. Ich weiß, es ist da, ich weiß, es bietet Spaß und/oder Nutzen – und doch.

Hier mal, auch zur eigenen Erinnerung, was mich mit dem Sozialnetz derzeit verbindet:

Twitter: Lese ich kaum, was 1 Schande ist (in Worten: eine!). Befülle ich gerne automatisch, u.a. via Path (dazu später mehr), was meine followership nicht wirklich durch die Decke treibt.

Facebook: Ist meist stillgelegt, weil mich damit ganz wenig verbindet. Immer dann, wenn ich es gerade ganz vergessen habe, fragt mich einer, ob ich dies oder jenes, gerne berufsbezogenes, dort gesehen hätte. Die Folge: Reaktivierung des Accounts, aber nicht meiner Aktivitäten.

Google+: Gucke ich ab und zu rein. Finde ich sehr anregend – und zu anstrengend (ich sagte ja: energy low), um da wirklich aktiv mitzuplussen. Die Verknüpfung mit dem Blog hier klappt zwar, ist aber abgeschaltet, weil nicht alles, was dort landet, ein Blogpost ist. Auch wenn da gar nichts landet.

Path: Ja, mache ich mit, im ganz kleinen Kreis, weil es entspannt ist und schick aussieht. Als Android-Nutzer bin ich (vielleicht) von dem Adressbuch-Bruhaha der iPhone-User nicht betroffen. Aber wirklich lebensnotwendig finde ich das derzeit auch nicht.

Ich sag’s ja: energy low.

An dieser Stelle legt Herr Dahlmann erst richtig los, welche Webdienste er sonst noch so nützt. Und auch für mich wird es hier, bei aller eben aufgeführten Netz-Asozialität, erst interessant. Denn hier hat sich tatsächlich ein wenig verändert.

Nachrichtenquelle No. 1 ist für mich immer noch der Guglrieder und wird es wohl, solange es ihn gibt, auch bleiben. Ich bin eben ein RSS-Junkie. Früher, als noch alles gut war, diente er mir auch gleich als Inhalteschleuder in alle möglichen Ecken meines persönlichen Netzes – via Instapaper Richtung delicious, von dort dann per ifttt zu Twitter und Facebook und mittels WordPress-Plugins auch noch ins Blog. Es war eine inflationäre Pracht, keiner kannte sich mehr damit aus, und gut.

Derzeit experimentiere ich da etwas herum. Der Guglrieder will uns ja Richtung Googleplus schubsen und macht Exporte in andere Richtungen etwas schwerer. Googleplus hat (wie Facebook) den Vorteil eines bereits vorhandenen Publikums und (anders als Facebook) einer vergleichsweise hohen Kommentardichte. Und doch – s.o.

Irgendwie nerven mich all diese eingezäunten Vorgärten, ob sie nun -plus oder -book heißen. Und irgendwie finde ich offene Standards (und selbstbetriebene Plattformen) doch besser. Und irgendwie sind delicious, Pinboard & Co. zwar nette Linksammler, aber wenig attraktiv zum Stöbern.

Soll ich also meine Netzfundstücke in eine Dropbox schmeißen und dort von Evernote auslesen lassen oder umgekehrt? Oder drucke ich mir das Internet einfach aus und schmeiße es gleich weg?

Wahrscheinlich.

Vorerst biete ich mir selbst und (bei Interesse) anderen an, meine Netzfund- und -merkstücke im Netz unter live.konstantinklein.com (in einem walled garden, aber was hilft’s?) oder mittels RSS-Feed mitzulesen. Für mich selbst ist das angenehmer als Pinboard-Listen abzuklappern, und alle anderen haben einen Feed.

Und während ich das mache (und davon auch noch automatisch einen Tweet absetze), denke ich weiter darüber nach, wie man das Netzleben offener und standardgemäßer gestalten kann.

3 Gedanken zu „Was mache ich wo?“

  1. Dieses live.konstantinklein.com sieht ja schick aus. Könntest Du ein bisschen mehr dazu sagen, wie Du das machst, wie Du es befüllst etc.?

    • Das ist ganz einfach: ein tumblr-Account, mit den dort üblichen Mitteln manuell gefüllt und mittels eines CNAME-Eintrags in den DNS-Einstellungen meines Webspace-Anbieters unter der Subdomain “live.konstantinklein.com“ erreichbar gemacht. Also doch wieder ein Fremdhoster, aber nur, bis mir was Besseres einfällt.

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