Vor der Pleite

Wie wir aus der Gerüchteküche von Fuckedcompany täglich erfahren, müssen sich immer mehr Menschen in der new economy damit abfinden, dass ihr Arbeitgeber vor der Pleite steht. Als Freiberufler bin ich mein eigener Arbeitgeber und somit an diesen Zustand gewöhnt.

Neu ist dagegen, dass zumindest ein Teil von WorldWideKlein von einer bevorstehenden Pleite bedroht ist – die WebCam. Mein DSL-Provider (ein Link hat hier wenig Sinn) hat am 8. Dezember Gläubigerschutz beantragt – was bedeutet, dass er vorläufig weiterarbeiten kann, auch wenn eigentlich kein Geld mehr da ist (wo sind denn dann meine fünfzig monatlichen Dollar geblieben?). Das bedeutet aber auch, dass der Service jederzeit abgeschaltet werden kann. Und das bedeutet schliesslich, dass ich unter den Regeln des Gläubigerschutzes mich nicht einfach aus dem Vertrag verpfeifen kann, sondern brav warten muss, bis der Konkursrichter „Jetzt!“ schreit.

Weil aber die WebCam abwechselnd über eine DSL-Leitung updated oder live übertragen wird, und weil ich nicht ständig neben dem PC sitzen kann, ist es möglich, dass eines Tages die WebCam stehen bleibt.

Frage: Wem kann ich dafür eigentlich die Schuld geben – dem neuen Präsidenten der US of A, oder dem Erfinder des Internet, Al Gore?