Von wegen „Klassentreffen“

Wie bist du groß geworden...
Wie bist du groß geworden…

„Junge, was bist Du groß geworden!“ Auch ich hatte ältere Verwandte, vor allem weiblichen Geschlechts, die nach mehrjährigem Nichtgesehenhaben zunächst nichts anderes zu sagen hatten. Was die re:publica angeht, bin ich inzwischen der ältere Onkel, der das angebliche Klassentreffen der dito Netzgemeinde zuletzt in der Berliner Kalkscheune miterlebt hat (wann kann das gewesen sein? 2011? 2012?).

Und ich stelle fest: Die re:publica ist erwachsen geworden.

@ethanz über den Zustand der Demokratie
@ethanz über den Zustand der Demokratie

Zuletzt, also vor drei, vier Jahren) rief noch S. Lobo zum „Machen“ auf; heute morgen lieferte Ethan Zuckerman (@ethanz) eine Analyse der Demokratie in der Krise und im „Golden Age of Protests“ ab. Wobei Protestieren zwar leichter geworden ist, aber nicht immer und überall wirkungsvoller. Das Hauptproblem, so Zuckerman, ist Mißtrauen (und ja, er erwähnte die Lügenpresse), ein Mittel dagegen die Kombination aus Transparenz und „monitorial citizenship“, also Kontrolle, die schon laut W.I.Lenin besser als Vertrauen sei. „Kontrollieren“ ist also das neue „Machen“.

Und wir hoffen alle, dass wir diesmal in unserem Idealismus nicht so enttäuscht werden wie in den 90er Jahren:

„We believed a lot of really dumb shit.“

damals, sagt Zuckerman, der im Übrigen beim MIT arbeitet und deshalb schon per Arbeitsvertrag weiß, wovon er redet.

Wichtiger Hinweis
Wichtiger Hinweis

Ach ja, manches ändert sich auch nicht auf der re:publica. Das WLAN wackelt auch jetzt noch, und am leichtesten trifft man Bekannte und Freunde auf dem Weg vom oder zum Klo.

Und jetzt höre ich mir eine Bestandsaufnahme der Medien im Jahr 2015 an.

Stay tuned.

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