Von drauss, vom Walde komm ich her

Es gibt gute Gründe, die Weihnachtseinkäufe im Netz zu erledigen. Man spart sich Stress und Stau, im Falle internationaler Geschenkbeziehungen spart man sich auch unangemessene Zollgebühren (durch Bestellung im Bestimmungsland, wie denn sonst?), und schön unpersönlich ist es auch.

Was mich nicht davon abhalten wird, dieses Jahr wieder konventionell einzukaufen. Mit einer einzigen Ausnahme (wir wollen den Namen Amazon hier nicht nennen) habe ich mit bundesdeutschen Internet-Versendern keine gute Erfahrungen gemacht. Entweder kommt das Geschenk vier Wochen nach dem angepeilten Lieferdatum, oder es kommt gar nicht. Ehrlicherweise wird auch nichts vom Konto abgebucht – ein sauberes Geschäft ist es trotzdem nicht.

Aber warum soll’s mir besser gehen als zehntausenden von Amerikanern und Kanadiern? Die dachten, sie hätten einen Haupttreffer gelandet, als sie die Website einer Firma entdeckten, die zehntausende der sehr seltenen PlayStations 2 von Sony anbot. Und weil im Netz ja alles überprüfbar und nachvollziehbar ist, bestellten sie fleissig – zum Stückpreis von 600 bis 800 Dollar.

Dumm gelaufen. Die PlayStations kamen nie an, Visa hat die Abrechnung mit der Firma eingestellt, und die Verbraucherschutzorganisation BBB ermittelt in dem Fall.

Im Internet weiss eben niemand, dass Du ein Hund bist. Wuff.