User friendly

Worüber man sich so seine Gedanken machen muss… Da gibt es jetzt also eine Diskussion über Form und Inhalt eines neuen Weblogs, dessen Bewertungen von „Gut, aber…“ bis „Gut, auch weil…“ reichen, wobei für die drei Punkte jeweils ein bissiger Satz über die user friendlyness des genannten Weblogs einzusetzen ist. Stein des Dreipunkteanstosses ist die Tatsache, dass dieses Weblog weitgehend unformatiert und noch dazu dunkelgrau (oder schwarz, meine Augen helfen mir da nicht weiter) auf nichtganzsodunkelgrau daherkommt – mit voller Absicht. Was vor allem den ansonsten verehrungswürdigen Monsieur Praschl begeistert, den ich wegen der augenpulverhaften Schriftgrösse seines Sofablogs an dieser Stelle auch schon mal angepinkelt habe. Praschl findet es offensichtlich gut, wenn der Leser resp. die Leserin sich geistig wie optisch bemühen muss, einen Text zu begreifen.

Aber ich kann mir nicht helfen: Ich bin einfach zu neugierig auf das, was in einem Weblog drinsteht, um vor einer dunkelgrauen Fläche zu erwarten, dass sich mir der Sinn auf andere, nicht-optische Weise mitteilt. Trotzdem sei Wehrlos probehalber auch von hier aus verlinkt.

Gebe hiermit zu: Finde Experimentelles (so vor kurzem bei Isore) meistens eher spannend als beunruhigend. Freue mich trotzdem, wenn mir dabei die Augen nicht weh tun. Und bemühe mich gleichzeitig, selbst nicht zu apokryph zu werden.

Rätselhaft ist dagegen folgendes: Mein alter DSL-Provider ist pleite und aus dem Geschäft. Mein neuer DSL-Provider dagegen schafft es seit Wochen nicht, den versprochenen Anschluss zu aktivieren. Bloss gut, dass der alte – aus Vergesslichkeit – noch nicht abgeschaltet ist. Umso mehr, als der neue Provider angeblich auch kurz vor der Pleite steht.

Jedenfalls denke ich darüber nach, den derzeitigen Schwebezustand (wer bezahlt eigentlich meinen Internet-Anschluss, und an wen, wenn der Provider gar nicht mehr existiert, der Anschluss aber schon?) für eine neue Folge von WebLogRadio zu nutzen. Bleiben Sie dran!