Unterbrechung der Unterbrechung

(Mal sehen, ob es überhaupt jemand auffällt…)

An alle, die einem gerne weismachen wollen, dass so ein guter, alter Brief doch besser ist als E-Mail:

  • Briefe sind so binär wie E-Mail: eine Ladung (Tinte, Farbe etc.) ändert den Zustand des Trägermediums (meist Papier) von weiß (= 0) auf schwarz (= 1); die Verteilung der Ladungen, vom Empfänger korrekt geparst, ergibt den Sinn der Nachricht – oder auch keinen.
  • Briefe nutzen charsets, genau wie E-Mail: bei E-Mail gibt es z.B. ISO-8859-1, UTF-8 etc., bei Briefen leserlich, getippt, hingeschmiert etc.
  • Briefe können mit Meta-Informationen aufgehübscht werden (edles Trägermedium, Parfum etc.); E-Mail kennt HTML im Mail-Body. Beidem ist ggf. mit Misstrauen zu begegnen.
  • E-Mail nimmt oft verschlungene Wege, um zuverlässig anzukommen. Papierpost nimmt oft verschlungene Wege, warum auch immer.
  • Spam… OK. Briefe haben doch einen Vorteil gegenüber E-Mail.

Wer hätte das denn ahnen sollen?