Unter der Motorhaube

Entschuldigen Sie bitte die seltsamen Geräusche, die aus diesem Weblog dringen. Es ist Wochenende, und wie viele Hobbyschrauber verbringe ich Teile davon unter der Motorhaube. Dabei stellen sich zwei Aufgaben – beide nicht dringend oder gar essentiell, aber hey, es ist Herbst, und es ist Wochenende!

Zum einen geht es darum, das Aussehen dieser Seite zu wechseln und durch etwas Individuelleres zu ersetzen. Das ist dank der WordPress-Architektur vor allem eine Frage fleißigen Herumklickens – wenn man erst mal ein Theme gefunden hat, das sich für weitgehende Anpassung eignet. Einen möglichen Kandidaten dafür glaube ich gefunden zu haben.

Die andere Aufgabe geht weiter, und sie stellt mich vor eine Frage, die ich gerne an WordPress-Experten weitergeben möchte (wenn unter der Leserschaft dieser Seiten nach den jahrelangen Hugo-Experimenten davon noch welche übrig sind).

Ich habe nämlich tatsächlich nicht nur WordPress-Exportdateien aus den Jahren 2010 und 2011 gefunden, sondern auch ein Backup der Jahre 2013 bis 2017. Damit könnte ich zwar nicht die ganze Geschichte dieses Weblogs wiederherstellen, die bekanntlich im Jahr 2000 begonnen hat, aber doch etwa die Hälfte. Nur… Ich hab Schiss!

Schiss, mir mit alten Exporten aus Urzeiten meine Datenbank bis zur Unkenntlichkeit zu irritieren. Und Schiss davor, das Backup (damals mit dem immer noch existierenden Plugin BackWPup erstellt) zu entpacken und zu importieren. Das Plugin spricht zwar davon, ein so gesichertes Projekt wieder herstellen zu können (incl. der damals genutzten Plugins, was ich gerne vermeiden möchte) – von einem Import in eine neuere Seite ist da aber nicht die Rede.

Ich habe jetzt zwei drei vier Möglichkeiten: Entweder gucke ich mir mal im Quelltext an, was das Plugin so macht (yeah, right!). Oder ich installiere das Plugin hier, mache die Augen zu und hoffe auf das Beste (eher unwahrscheinlich). Oder ich erstelle eine neue WP-Installation, lokal oder eine Tür weiter auf diesem Server, lasse es dort machen, was es will, exportiere von dort die Einträge und importiere sie hier (und suche mir in Handarbeit die dazugehörigen Bilder zusammen, wenn ich sie überhaupt noch habe). ODER:

Ich höre zur Abwechslung auf den Rat der Experten. Was würdet Ihr/würden Sie in einem solchen Fall tun?

Ich meine, außer dem von mir gerne und oft ignorierten Mantra: Never touch a running system…

8 Gedanken zu „Unter der Motorhaube“

  1. „ Oder ich erstelle eine neue WP-Installation, lokal oder eine Tür weiter auf diesem Server, lasse es dort machen, was es will, exportiere von dort die Einträge und importiere sie hier (und suche mir in Handarbeit die dazugehörigen Bilder zusammen, wenn ich sie überhaupt noch habe).“

    Ich habe genau das mal gemacht und dann die Beiträge in mein aktuelles WordPress von Hand kopiert. Da ich früher wenig Bilder bloggte, war das kein Problem. Nur halt mal eine Menge Arbeit. Ging für mich auch, weil ich auf Tags verzichten kann und alle alten Beiträge in einer Archiv-Kategorie gelandet sind.

    Twitter mir gerne, wenn du Fragen hast. (@schneyra)

    P.S. Ich habe ein einige Lücken mit Hilfe der Wayback-Maschine schließen können.

    • Stimmt, die manuelle Lösung gibt es ja auch noch. Schließlich habe ich die beim Rück-Umstieg von Hugo auf WordPress vor einem halben Jahr auch schon mal praktiziert. Aber damals war das ein Zeitraum von etwa drei Jahren mit vergleichsweise geringer Blogfrequenz.

      Immerhin: Wenn mir nichts anderes einfällt, ist das immer noch ein Weg. Danke für den Hinweis!

  2. Ich würde mich zwar nicht als Expertin bezeichnen, hab aber in den letzten Jahren ein paar ungepflegte Uralt-Wordpress-Installationen wiederbelebt, übersiedelt und je nachdem zusammengeführt oder auseinanderklamüsert. Das Import-Tool war dabei auch zwischen unterschiedlichen Versionen immer ausgesprochen verlässlich und robust (Ausnahme: Bilder-Import, aber wenn die Bilder eh nicht mehr dort liegen, wo sie waren, fällt das ja nicht ins Gewicht).

    Ich würde in so einem Fall ein neues WordPress auf dem Server installieren und einfach loslegen, im Erfolgsfall dann einfach die Pfade ändern und das neue zum Haupt-Wordpress machen. (Im Nicht-Erfolgsfall kräftig fluchen und Dokumentation / Plugin-Quellcode lesen. 🙂 )

    • Ich wusste: Auf Euch ist Verlass! Das mit dem Umleiten auf das neu/alte WordPress würde dann nur noch erfordern, das, was in der Zwischenzeit, also 2018 bis 2021, passiert ist, zu exportieren und in das neu/alte WordPress zu importieren.

      In jedem Fall: Ein Spaß ohne Ende!

      • Mir macht das tatsächlich immer wieder Spass!

        Ah ja: Größere Importe timen gerne aus, man kann dann aber einfach den gleichen File nochmals importieren, gibt keine Dubletten, sondern geht jedesmal einen Stückchen weiter.

        • Danke übrigens für den Hinweis auf die Timeouts. Ohne den hätte ich wahrscheinlich nach dem ersten Timeout heftig geflucht und gedacht, dass das auch wieder nicht funktioniert. So habe ich den Import des größten Blocks (2000 bis 2012) eben x-mal (habe irgendwann nicht mehr mitgezählt) angeschubst, bis er durch war. Der zweite Block ging in einem Rutsch durch, der dritte brauchte zwei Anschubse.

  3. Amüsant, wie manche Entwicklungen gegenläufig sind. Bei mir habe ich nach vielen Jahren Blogpause erst ein wenig selber gestrickt, wie ich das Anfang 2000er auch so gerne getan habe, und habe mittlerweile auf Hugo gewechselt. Da irgendwo auch noch ein uraltes WP-Backup herumlag, habe ich ein WP aufgesetzt und das Backup reingepumpt, um es mit einem Hugo-Migrations-Plugin zu konvertieren. Jetzt sitze ich vor rund 3000 Textdateien, in denen ich die Hugo front-matter-Daten anpassen muss, sowie HTML- und andere Formatierungsfragmente in den Dateien korrigieren muss, das Zusammensuchen der richtigen Bilddateien nicht zu vergessen. Zeitgleich versinke ich vor Scham über den Quatsch, den man damals verzapft hat, immer wieder zwischen den Tasten. Aber WP will ich einfach nicht mehr.

    • Genau. Weil ich darauf beim Umstieg auf Hugo keinen Bock hatte, sondern einfach „neu anfing“, hatte ich jetzt beim Rückumstieg das Problem – aber zum Glück eine überschaubare Anzahl von Hugo-Entries in Textform, die ich auch Manuell übertragen konnte. Jetzt geht es um den WP- oder noch schlimmer: Plugin-formatierten großen Haufen von älteren Artikeln.

      Andrea Sturms Anmerkung über die Stabilität des Import-Tools macht mir Mut. Aber die Jahre 13-17 sind eben nicht nur ein einfacher Import. Oder doch, wenn ich den Umweg über die Nebeninstallation gehe. Irgendwie kriegt man diese langen Winter Herbstabende schon voll…

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