Ubuntu-eee oder eee-Ubuntu?

Liebe Ubuntu-Interessenten unter den Google-Suchern,

nun ist es also passiert: Ihr habt Euch auf die Suche nach „Easy Peasy“ gemacht, wie Ubuntu-eee, also das Ubuntu für den EeePC und andere Netbooks seit neuestem heißt, und alle, was Ihr hier findet, ist eine nicht sonderlich qualifizierte, aber umso abfälligere Bemerkung über den Namenswechsel von Ubuntu-eee zu Easy Peasy.

Bisschen wenig für einen, der bis zu seiner Konvertierung zum Mac-User seiner Mitmenschheit mit everything Linux auf die Nerven gegangen ist und auch heute noch auf seinem EeePC lieber Linux benutzt als Windows.

Andererseits: Easy Peasy ist als Name wirklich ein wenig zu albern für ein Betriebssystem – und es ist inzwischen nicht mehr das einzige an den Asus EeePC und andere Netbooks angepasste Ubuntu/Linux.

Auftritt eeebuntu, das Betriebssystem, das auf meinem Asus EeePC 900 gerade das Schreiben dieses Postings sicherstellt, und dessen Hinterleute offenbar weniger Angst vor Markenrechtsstreitigkeiten haben als die Menschen hinter Easy Peasy, die den Namenswechsel überhaupt nur in Angriff genommen haben, um besagten Streit zu vermeiden (mit wem eigentlich? Canonical, der Firma hinter Ubuntu?).

Und was habe ich jetzt hier vor mir? Eine Installation von Ubuntu 8.10 (hat Easy Peasy auch), mit der Netbook Remix-Oberfläche (hat Easy Peasy auch), mit seriösem Namen (hat Easy Peasy nicht).

Sonst ist soviel gar nicht anders als bei der Ubuntu-eee-Installation, die hier vorher Dienst geschoben hat (damals noch mit Ubuntu 8.04 unter der Haube).

Die Webcam  geht (früher auch). Das eingebaute Mikro bockt (früher auch). WLAN lässt sich trotz mehrerer Konfigurationsversuche nicht abschalten (früher schon). WLAn funkt verschlüsselt (früher auch, mit Easy Peasy komischerweise nicht, mit eeebuntu schon).

Sprich: Soweit ich es verstehe, sind sich eeebuntu und Easy Peasy so ähnlich wie Zwillinge, und es macht – vom Namen abgesehen, und noch etwas Gefrickel in Sachen WLAN und Mikro vorausgesetzt – keinen großen Unterschied, welches Linux der Mensch sich auf seinen EeePC packt.

Hauptsache, er packt.

Update, einen Tag später: Beim Vergleichstest zeigte sich, dass Easy Peasy wohl doch ein wenig schlampig zusammengestoppelt wurde. Die Installation hielt sich nämlich selbst für eine Install-DVD und wollte sich bei jedem Start von der Live-DVD neu installieren. PLONK.