Trump und so: Lesestoff für den Sonntag

Dies und jenes

Dies und jenes

Ganz ohne Trump geht die Chose auch diesmal nicht ab. Aber weiter unten gibt es auch andere Leseempfehlungen – versprochen!

Mit der Überschrift „Lazy Boy“ bringt Newsweek Donald Trump aufs Titelbild, im Fernsehsessel, mit Fernbedienung in der Hand und Chips auf der Hose, und mit der Unterzeile:

Donald Trump is bored and tired. Imagine how bad he’d feel if he did any work.

Unter der Überschrift „Trump, America’s boy king: Golf and television won’t make America great again“ geht Autor Alexander Nasaryan dann richtig zur Sache:

When the weekend concludes, Trump returns to the D.C. swamp with all the enthusiasm of an office lackey slouching toward his cubicle on Monday morning. Only six months in, he seems “a most unhappy warrior,” in the words of Trump biographer and CNN commentator Michael D’Antonio. The scowl that haunts his face, the monotone he uses to deliver official pronouncements: These suggest a second-term lame duck dreaming of a lucrative post-Washington book deal.

In „Trump: Nailed to a German cross?“ beschäftigt sich Alexei Bayer mit möglichen Einflüssen, die für den Fall des Donald Trump sorgen könnten – von der Deutschen Bank bis zum Sonderermittler Robert Muller, der schließlich deutsche Wurzeln hat.

Nur indirekt mit Trump, direkt aber mit dem von Trump geschaffenen 2017er Washington hat die Salon-Geschichte „Must they have so little dignitiy?“ zu tun:

The GOP in the age of Trump also worships power, but power reduced to its most primitive, elemental form, and personalized in the figure of the omnipotent tribal leader. Just as a 12-year old boy worships power in the form he understands it — a pro linebacker, a tough guy, a bully — so the new GOP worships power in the form of Donald Trump because his bizarre displays of dominance (which strike the rest of us as pathetic overcompensation for insecurity) scratch some obscure psychological itch for them.

Das ist, was mich als konservativen US-Amerikaner (der ich nicht bin) wohl am meisten fuchsen würde: der moralische Niedergang einer ganzen Partei.

And now for someting completely different

Ich hatte ja versprochen, dass ich nicht nur Lesestoff mit Trump-Bezug in diesen Sonntag mitgebracht hätte. Here we go:

The Farm Belt Führer: The Making of a Neo-Nazi“ ist ein Text darüber, was Gary „Gerhard“ Lauck heute so macht. Lauck ist ein selbsterklärter US-Nazi. In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts hat er europäische, speziell deutsche Gesinnungsgenossen mit ideologischem Material versorgt. Dann machte ihn das Internet mehr oder weniger arbeitslos. Das hielt aber nur so lange vor, bis Lauck das Internet für seine eigenen Zwecke nutzbar machte. Porträt eines Hasspredigers.

Und was dabei herauskommt, wenn man die Ideen politischer Strömungen verfolgt, die möglichst wenig Staat um sich dulden wollen, beschreibt James McCandless. „Inside the Total Catastrophe That Ensued After an Elected Libertarian Mayor Promised the ‚Freest Little City in Texas‘“ ist ein Beispiel dafür, wie Politik schief gehen kann. In diesem Fall Lokalpolitik.

Zum Schluß noch etwas weniger Deprimierendes: Der Schauspieler Ahmed Best war eigentlich ein Glückspilz. In jungen Jahren bot ihm George Lucas eine Rolle in seinem Epos Star Wars an. Ein Traum wurde wahr für Ahmed. Leider war die Rolle, die Ahmed spielen sollte, die des Schlappohrs Jar Jar Binks. Wie Ahmed Best damit zurecht kam, wird in „Ahmed Best has made peace with the reviled character that once defined his past“ beschrieben.

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