Tote Präsidenten

Gewissenserforschung: Wer hat unter dieser Überschrift jetzt keine politisch inkorrekten Gedanken gehabt? Alle anderen: Schämen! Aber sofort.

„Happy dead presidents“ – diesen Gruss haben sich an diesem Montag Amerikaner mit Hang zu schwarzem Humor gegenseitig entboten. Es war – nee, ist (hier) noch – President’s Day, einer dieser Feiertage, die vor allem der Erzielung eines verlängerten Wochenendes dienen. Erzeugt wurde der Feiertag (werden Feiertage erzeugt??) durch den Zusammenschmiss der Geburtstage von Abraham Lincoln (eigentlich 12. Februar) und George Washington (eigentlich 22. Februar). Der President’s Day ist eine hervorragende Gelegenheit für amerikanische Schöler, mehr über ihre Demokratie zu lernen, für amerikanische Staatsangestellte, einen Tag frei zu machen, und für amerikanische Autohändler, noch mehr Kunden übers Ohr zu hauen als sonst. Ende der Durchsage.

Süss und ehrenvoll ist es, absolut nutzloses Wissen zu verbreiten. Ich hätte Lehrer für evangelische Religionslehre im Vatikan werden sollen. Für die vielen kleinen Kinder, die da rumlaufen.

(Bei der Herstellung dieses müden Jokes wurden keine Religionslehrer verletzt oder misshandelt)

Zum Trost folgendes: All Your Base Are Belong To Us (Link durch Argh!)

Morgen an der gleichen Stelle: Deutsche Parteipolitik, und wie Colin Powell damit umgeht (Joschka ist in Washington, und das deutsche Weltfernsehen ist dabei). Bleiben Sie dran.