The Switch (Back), Folge 6

Der Trend geht zum Parallel-Universum – im vorliegenden Fall zu einer Linux-Installation, die möglichst all das können soll, was mein Mac auch kann.

Folge 6: Was fehlt

Ein paar Dinge sind mir schon aufgefallen, auf die der Mensch beim Umstieg von OSX auf eine Linux-Installation verzichten muss – wenn er sie nicht mühsam selbst nachbaut.

Bereits erwähnt: Automator, ein OSX-eigenes Tool zum Erstellen von sich wiederholenden Workflows. Das kann der etwas gewieftere User zwar mit selbstgeschrieben Scripten abfangen, unabhängig davon, auf welcher Plattform er sich gerade befindet; das Schöne an Automator ist aber, dass der Mensch dafür keine Scriptsprache beherrschen muss, sondern nur wissen muss, wie man eine Maus anfasst. Und das weiß sogar mein Kater.

Inhaltlich und optisch durchdachte und elegante Tools wie Things, Cyberduck, OmniOutliner etc. Natürlich gibt es für all diese, sagen wir: Nebenworkflows und -aufgaben auch in der Linux-, in der Windows-Welt oder online Entsprechungen, die die selben Aufgaben ebensogut oder vielleicht sogar noch besser erfüllen. Die genannten – und auch die nicht genannten – Beispiele erledigen aber nicht nur die ihnen übertragenen Aufgaben, sondern es macht richtig Spaß, mit ihnen zu arbeiten. Das ist in anderen Umgebungen nicht immer möglich; erstaunlicherweise kommen gelegentlich Web-Applikationen in Nutz- und Spaßwert noch am nächsten an die OSX-Programme heran (Beispiele: Remember the Milk, Memonic etc.).

Schicke Grauverläufe. Obwohl ich seit Wochen – zuhause; Office ist Windows-Welt – ausschließlich auf die strandfarbenen Fenster-Rahmen von Ubuntus „Radiance“-Thema gucke, tauchen in meinem Guglrieder nach wie vor viele Meldungen von Mac-Fanseiten auf, in denen irgendwelche neuen Anwendungen vorgestellt werden. Und? Grauverläufe, Grauverläufe, Grauverläufe.

Und was mir natürlich fehlen würde in einer Welt ohne OSX: Wackelige Flash- und Java-Implementationen, hängenbleibende Videoplayer und dusselige Fehlermeldungen von ebensolchen Browserweichen.

Ach nee, die fehlen mir ja nicht wirklich.