Mausdownload

Nicht die Sendung mit der Maus
Nicht die Sendung mit der Maus

Was bisher geschah: Ein Freund (ein guter Froind, trallala… wo war ich?), wie viele von uns in Patchwork-Verhältnissen lebend, möchte seine Töchter zu zeitsouveränen Medienkonsumentinnen erziehen und deshalb mit ihnen die „Sendung mit der Maus“ nicht dann gucken, wenn sie im Fernsehen kommt, sondern wenn seine Töchter bei ihm sind. Bis zum Jahreswechsel benutzte er ein Mac-Programm für seine Maus-Downloads aus der ARD-Mediathek; seit dem Jahreswechsel tut das Programm es nicht mehr, wahrscheinlich, weil ARD und ZDF an den Mediatheken herumgeschraubt haben. Auftritt K., der gerade bei Volker Weber nachgelesen hat, wie der das Problem gelöst hat, und die Sache nachbaut.

Das Ergebnis hatte ich hier dokumentiert: Tagesschau-Downloads klappen alle super, alles andere nicht. Der Ruf als Fachmann ist ramponiert, und Freund und Töchter gucken die Maus, wenn sie im Fernsehen kommt, und im Übrigen in die Röhre.

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No Maus for you!

VLC Player spielt nichts
VLC Player spielt nichts

Zwei Seelen wohnen, hach!, in meiner Brust. Die eine ist die Seele eines bundesdeutschen Rundfunkbeamten, der sich seit Jahren mit Verwendungsrechten für Video-Inhalte beschäftigt und gelernt (wenn auch nicht verstanden) hat, dass bei der Vergabe bzw. Nichtvergabe von Verwendungsrechten für Videos im Netz ein Unterschied zwischen Streaming (= gucke gleich, meist im Browser) und Downloads (= lade herunter, gucke, wann und wie ich will) gemacht wird. Warum ich das nicht verstehen kann: Was über das Netz auf meinen Rechner kommt, kann ich auch speichern, ob nun vom Anbieter so gewollt oder nicht. Und es gibt Anbieter, die wollen nicht – oder dürfen nicht wollen und handeln entsprechend, wohl wissend, dass Sperren immer nur solange sperren, bis jemand sie umgeht.

Hier kommt die zweite Seele (hach!) in meiner Brust auf die Bühne. Für einen Freund mit drei Töchtern im unterschiedlichen Alter sollte ich möglich machen, dass er auch im neuen Jahr, nach dem Ende des bisher dafür genutzten Programms, die Sendung mit der Maus auf seinen Mac herunterladen kann.

Der Rundfunkbeamte in mir sagt: Das darf er nicht, wahrscheinlich weil der WDR als produzierende Anstalt selbst nicht alle Rechte an der Sendung hat, auf jeden Fall, weil die Mediatheken der ARD aus bekannten Gründen (Zeitungsverleger etc.) ein nur sehr begrenztes Angebot machen dürfen.

Der hilfsbereite Mensch in mir macht, was vowe sagt (der Freund mit den Töchtern hat einen Mac). Und der Mensch scheitert – grandios. Herunterladen und speichern kann ich mit dem angepriesenen Programm MediathekView und den anderen von vowe aufgezählten Tools nur, was von ARD und ZDF auch so gedacht ist („har, har“, sagt der Rundfunkbeamte…), nämlich die Tagesschau und einige Podcasts. Alles andere bricht ab.

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Ohne Piraten

Mit „Urheberrecht und Nutzungsmöglichkeiten in der vernetzten Welt“ beschäftige ich mich beruflich jeden Tag, wenn auch nicht unter dem leicht holprigen Titel „free access, but not for free„. Meine Aufgabe und die meiner Kolleginnen und Kollegen ist, dafür zu sorgen, dass die TV-Inhalte der Deutschen Welle, soweit möglich, auch online geguckt werden können. Und dieses „soweit möglich“ war und ist das Thema eines zweitägigen Symposiums des Instituts für Rundfunktechnik, eines Think Tanks von ARD, ZDF, DeutschlandRadio, ORF und SRG.

Uhrheber (Symbolbild)Als nicht sonderlich regelmäßiger Besucher von Symposien glaube ich ja, dass ein Symposium umso besser ist, je weniger berechenbar die angebotenen Inhalte sind. Unter diesem Aspekt (der ja auch falsch kann, weil subjektiv) war das IRT-Symposium bei der Deutschen Welle in Bonn, nun ja, ein Teilerfolg. Denn dass Vertreter der etablierten Urheberrechtsmaschinerie das bestehende Urheberrecht ganz in Ordnung finden, ist nur mittelüberraschend.

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Liebe ARD,

du musst nicht traurig sein, wenn Dein Patentmoderator Jörg P. („Patent-P. – gebt ihm eine Sendung, und er moderiert sie weg!“) ab nächstem Jahr lieber in der anderen Buddelkiste spielen will. Nee, wirklich nicht. Erstens passt er als der Schwiegersohn der Nation mit seinen 43 Jahren besser zu einem Sender mit erwiesenermaßen altem älteren Publikum. … Weiterlesen

Elektrische Beförderung

Meedia: ZDF bringt Elektrischen Reporter ins TV. Gratulation. Aber hallo. Zumindest von diesem Kollegen ist künftig kein Gemecker über Old School Media mehr zu erwarten. Was ja auch was Gutes hat.