Ich fühle mich verAPPelt

Wie ein Anfänger tappe ich ja durch die Welt der proprietären Software, seit ich merken musste, dass freie Software eben doch nicht problemfrei auf meinem neuen Leicht-Notebook läuft. So habe ich mich zwar durchaus sofort daran erinnert, dass Virenscanner in der Windowswelt doch einen anderen Stellenwert haben als unter OSX oder Linux; dass man aber besagte Scanner gelegentlich auch bei der Installation legitimer Programme vorübergehend abschalten muss, daran habe ich mich erst nach fünf Tagen Herumprobieren erinnert. Wie ein Anfänger eben…

Was mir aber nach 12 Jahren (oder so) häuslicher Windows-Abstinenz und auch schon fünf oder sechs Jahren ohne OSX auffällt: Ich fühle mich verAPPelt.

Klar: Selbst Steve Jobs hat nach den ersten Monaten, die iPhones bei ihren stolzen Besitzern verbracht hatten, zugegeben, dass Web-Apps allein nicht das Allergelbste vom Ei seien (Fun fact: Die selbe bekloppte Formulierung habe ich im selben Zusammenhang vor zweieinhalb Jahren schon mal verwendet und mich beim Schreiben dieses Textes nicht daran erinnert), und die Entwicklung nativer iOS-Apps freigegeben. Unter Android liegen die nativen ebenso weit vor den Web-Apps in der Beliebtheit der Nutzer, und ich behaupte sogar, dass einer der Gründe, weshalb Firefox-OS nie Erfolg hatte, darin lag, dass es ein aufgepimpter als Betriebssystem verkleideter Browser war und deshalb nur Web-Apps ein Zuhause bieten konnte. Auf mobilen Geräten, je kleiner, desto mehr, haben Apps also durchaus eine Berichtigung – aber auf ausgewachsenen PCs?

Screenshot: Drei Apps auf einmal: Twitter, Facebook und SimpleNote
Drei Apps auf einmal: Twitter, Facebook und SimpleNote

Das, was bei Apple „App Store“ heißt und bei Android/Google „Play Store“, heißt unter Windows 10 einfach „Store“. Und es bietet neben Musik, Filmen und Spielen: Apps. Weshalb – auch um jeden Scheiß alle Optionen auszuprobieren – gleich einige davon auf meinem Klapprechner ohne Ubuntu gelandet sind: Twitter, ToDoist, SimpleNote, Facebook. Mehr oder weniger praktische Anwendungen, die ich auch (um nur ein Beispiel zu nennen) alle auf meinem Dienst-Win7-Dings nutze (weil auch dienstlich gebraucht), aber durchgehend und ausschließlich im Browser (weil es geht™). Und nicht nur, weil es geht, sondern weil der Browser ohnehin läuft, und weil die Webversion fast immer einen größeren Funktionsumfang und Bedienungskonfort hat. Warum gibt es also klassische Webanwendungen unter Windows (und auch unter OSX, glaube ich gehört zu haben) zumehmend als Apps. Warum nur?

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Opera: nur bedingt cross-platform

Selber schuld ist, wer auf den heimischen Rechnern ein Betriebssystem nutzt, dessen Marktanteil (auf dem Desktop) irgendwo zwischen nicht messbar und dem ganz unteren einstelligen Bereich schwankt. Selber schuld, wer an FOSS glaubt. Wer an FOSS glaubt, muss mit FOSS zurecht kommen.

Oder so.

Opera hinter Gittern (Symbolbild)
Opera hinter Gittern (Symbolbild)

Auftritt Opera, der handgestrickte Norwegerbrowser. Opera war schon zur Jahrtausendwende immer mal wieder mein Lieblingsbrowser; damals gab es Internet Explorer 5 (grusel!), und Netscape 6 (wusel!) betrat gerade die Bühne, um den Namen und das Unternehmen Netscape nach den browser wars der 90er Jahre endgültig zu ruinieren. Also bezahlte ich für eine Opera-Lizenz und war ganz zufrieden. Später, als ich mich schon für Minderheiten-Betriebssysteme entschieden hatte, war Opera neben (dem absolut mainstream-orientierten) Outlook Express die einzige Anwendung, mit der ich störungsfreien Zugang zu den Newsgroups meiner Fernuni hatte, weshalb ich weitere Jahre mit dem Browser aus Oslo verbrachte.

Obwohl… Inzwischen gab es, auferstanden aus Ruinen™ von Netscape, den Firefox, dann spielte ich ein paar Jahre den Mac-Nutzer, dann kam Chromium/Chrome – an schnellen Browsern gab es keinen Mangel mehr, und neben Features, die andere Browser eben erst ein Jahr später geklaut hatten, schien die eigenwillige Darstellung, die die Opera-eigene Engine Presto manchen Webseiten verpasste, der einzige verbliebene unique selling point von Opera geblieben zu sein.

Doch in den letzten Monaten schien sich was zu tun bei Opera.

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Nix

Seit gestern ist eine große Schleichkatze auf dem Weg zu mir: Snow Leopard, Version 10.6 des Betriebssystems für Macs, wird ausgeliefert, ich lese Testberichte und Vergleiche, und ich stelle fest: I’m a fanboy. Soweit, so Gehöft. Die Überraschung kommt jetzt: Ich bin ein Fan von OSX, aber nicht unbedingt einer der Rechner, die Apple verkauft. … Weiterlesen

Wuff, Vista, wuff!

What’s really important about this is not so much that Vista is manifestly such a dog, but that the myth of upgrade inevitability has been destroyed. Companies have realized that they do have a choice — that they can simply say ’no.‘ Slashdot | The Myth of Upgrade Inevitability Is Dead

Er hat es versucht…

You can’t say that I didn’t try, with all of the latest and greatest from Microsoft. In the final analysis, I have been less productive. Tasks have taken longer than they would have on the Mac. I have a machine I can’t trust. And that can’t go on. That reality is definitely NOT „better for … Weiterlesen