The Trumpel

The Donald und Dennis Rodman
The Donald und Dennis Rodman (Photo: OpenSportsLizenz)

Wenn wir schon mal bei peinlich und unverständlich sind: Nicht nur aus einem Grund wünsche ich mir gelegentlich, wieder in meiner zwischenzeitlichen Wahlheimat, den US of A, leben und arbeiten zu können. Dass aber ausgerechnet Donald John Trump (l.), Immobilienunternehmer, selbsternannter Multi-Milliardär (das Ausmaß des Reichtums ist umstritten) und seit inzwischen schon peinlich und unverständlich langer Zeit ernstgenommener Kandidat für die republikanische Präsidentschaftskandidatur mein Interesse weckt…

Um es klarzustellen: Trump liegt in den Umfragen vor den ersten Vorwahlen der Republikaner vorn. In diesen Vorwahlen bestimmen die großen Parteien in den USA, wen sie für ihren geeigneten Kandidaten für die Wahl zum Präsidenten halten. Trump hat noch keine einzige Vorwahl gewonnen – was vielleicht der Grund ist, warum die Kandidatur des Trump in europäischen Medien noch keine große Rolle spielt. Aber eben: In den Umfragen unter möglichen republikanischen Wählern liegt The Donald schon beängstigend lange vorne.

Beängstigt sind derzeit vor allem – Republikaner. Also solche der alten Schule, keine Tea Party-Anhänger, keine Sarah Palin, kein Ted Cruz. Diese Republikaner der alten Schule haben ernsthaft Angst, dass der ebenso neureiche wie geschmacksbefreite Bauunternehmer ihre Grand Old Party in einen Abgrund von Vernageltheit, Ahnungslosígkeit, Inkompetenz und Geschmacklosigkeit reißt – so sehr, dass sie sich Gedanken machen, was zu tun sei, wenn Trump tatsächlich ihr Kandidat wird (Lösung: Trump übertrumpen, ohne ihn einzuholen – auch nicht die durchdachteste Strategie, aber Zeichen großer Panik)

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Koordinatensystem

„Wer mit zwanzig nicht rot ist, hat kein Herz, wer mit vierzig noch rot ist, keinen Verstand.“ Ich war ungefähr zwanzig, als ich diesen Spruch aus dem Munde eines Mitglieds der Schweizerischen Volkspartei hörte, also aus dem Munde eines Konservativen. Er war über vierzig, ich bildete mir ein, den Roten nahezustehen, und ich war schwer … Weiterlesen

Es spricht der Tagesspiegel

Im Kern stehen die Piraten für eine neue Möglichkeit von politischer Organisation. Sie hören zu, statt anzusprechen. Sie geben Leuten Einfluss, anstatt ihn ihnen zu nehmen. Das Internet ist kein passives politisches Werkzeug, sondern ein neues politisches Paradigma. Dean, Obama und die Piraten verstehen das. Merkel und Steinmeier leider noch nicht. Deutschlands most American Partei.

Kluge liebt das Netz!

Wenn ein Netzbewohner das Foto eines Wahlkampfplakats veröffentlicht, auf dem irgend ein dahergelaufener Passant mit Edding die Worte “Und alle so: Yeaahh!” vermerkt hat, darauf folgend Blogs wie Urban Art und Spreeblick das Thema auf allen Kanälen aufgreifen, eine wahre Twitter-Yeahh-Welle losgetreten wird, Songs produziert werden, sich darauf bei Kanzlerins Auftritt in Hamburg dann ein … Weiterlesen

Nichts verstanden

Und ich hab mich dafür eingesetzt, als Fr. von der Leyen da einen sehr weitgehenden Gesetzesentwurf vorgelegt hat für Löschungen im Internet; ich hab gesagt sperren reicht aus und wir müssen das Sperren selbst auch überwachen so dass es nicht ein einzelner Mensch sondern ein Gremium überwacht, damit die sperren nicht auch missbraucht werden. Frank-Walter … Weiterlesen

Wg. Flashmob

Aus der Ankündigung auf der Piraten-Mailing List: Ein Mob kristallisiert sich am Neptunbrunnen und macht sich auf den Weg vor eine Überwachungskamera. Der Mob ist vermummt, trägt Sonnenbrillen oder Masken und Kerzen oder Taschenlampen, gerne auch Piratenpartei-Fahnen. Anonymous tritt hervor und verliest mit einem Megaphod ein Manifest gegen den Überwachungsstaat und für die Ziele der Piratenpartei genau in die Überwachungskamera. … Weiterlesen

Wir müssen wütend werden

via youtube.com Hui. Bis jetzt IMNSHO* der beste Piratenspot – ein Remix des 1976er Films „Network“ von Sidney Lumet. Disclosure: Yours truly ist am Ende auch kurz zu hören. Aber das ist mein einziger Beitrag dazu – und somit nicht der Grund, weshalb ich den Spot so gut finde. * = in my not so … Weiterlesen

Aufgewacht?

Unter dem Titel „Aufgewacht, Frau Merkel?“ versucht gerade Frank Plasberg im Ersten, den Wahlkampf zu diskutieren, analysieren, auch interessant zu machen – und alles, was zu mir (zugegeben: durch eine Nebelwand, erzeugt durch Schmerzmittel) durchdringt, ist Durcheinandergerede. Das liegt unter anderem daran, dass die üblichen Verdächtigen eingeladen sind. Hochkarätig bedeutet nicht originell – diese Erfahrung … Weiterlesen