Rituale, alt und neu

Spätes Frühstück mit Herings- und anderen Salaten – check. Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker im ZDF – Check. Neujahrsskispringen – och nö, diesmal nicht. Lieber was ins Blog schreiben.

Der 1. Januar ist für ein Gewohnheitstier wie mich ein Tag der Rituale, unverändert oder abgewandelt. Das Neujahrskonzert ist seit fünfzig Jahren fester Neujahrs-Bestandteil dank meiner musischen Mutter. Das Neujahrsskispringen hat mein eher sportlicher Vater in den Kanon eingetragen; aus irgendeinem Grund hat die Attraktion aber nachgelassen – vielleicht, weil Springen und Übertragung inzwischen technisch perfekt sind? Die Salate waren vor vierzig Jahren noch selber gemacht, und die Hauptrolle spielte ein Rindfleischsalat nach eigenem Rezept (mit Eiern und Walnüssen, wenn ich mich richtig erinnere). Diesmal waren sie vom Delikatessendealer. Und auch das mit der Familie, die sich vorm Fernseher versammelt, ist unterschiedlich: Wenn Kinder im richtigen Alter, dann Familie. Wenn Kinder aus dem Haus oder beim Skifahren, dann eher nicht.

Soweit die Neujahrsrituale der alten Art.

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Wg. Charlie

Zum Anschlag auf die Redaktion der Pariser Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ ist fast alles gesagt, wenn auch noch nicht von jedem. Entsetzen lässt sich nicht in Worte fassen, und überhaupt kann ein Mensch allein nicht alles verstehen. Als Journalist möchte ich aber doch sagen: Die Karikaturen und vermutlich auch die übrigen Inhalte von Charlie Hebdo verraten, … Weiterlesen

9/12

In der Tagesschau vor fünf Stunden die inzwischen alljährlichen Bilder von Ground Zero gesehen; der Beitrag, den ich vor sechs oder sieben Jahren (für meinen Arbeitgeber, nicht für die Tagesschau) gemacht habe, ist inzwischen von Thomas Roth. An Ground Zero selbst hat sich erstaunlich wenig getan; und wieder werden die Namen der 3000 vorgelesen, und … Weiterlesen