Liebes Face-Tagebuch!

Heute im Morgengrauen, zwischen Sicherheitskontrolle und Boarding, fiel mir doch ein, wie lange ich jetzt schon ohne Facebook-Bespielung (aktiv wie passiv) auskomme (ich berichtetete), und vor allem, wie wenig Mühe mich das kostet. Ja, es stimmt, ich habe mein Facebook-Konto stillgelegt; wer mich aus meinen Facebook-Kreisen erreichen will, muss das jetzt per Mail, SMS oder … Weiterlesen

Facebook-Mood: not amused

Aus der Sicht eines (anderen) Journalisten könnte man schon fast als Berufsunfähigkeit bezeichnen, wie schwer ich mich über manche Sachen aufrege. Wo andere schon Skandalschlagzeilen am laufenden Band raushauen, brumme ich oft noch „Und?“ oder „Hast du was anderes erwartet?“, bevor ich mich an die Arbeit mache. Hat vielleicht auch mit dem Dienstalter zu tun; irgendwann regt der Mensch sich nicht mehr über jeden Scheissdreck auf.

Und dann kommt The Atlantic (und andere) und berichtet, wie Facebook untersucht, wie sich die Auswahl der angezeigten Nachrichten (wir erinnern uns: „Hauptnachrichten“ vs. „Neueste Nachrichten“, Nachrichten, die gar nicht oder nur gegen Geld angezeigt werden etc.) auf die Stimmung der Facebook-Nutzer auswirkt:

For one week in January 2012, data scientists skewed what almost 700,000 Facebook users saw when they logged into its service. Some people were shown content with a preponderance of happy and positive words; some were shown content analyzed as sadder than average. And when the week was over, these manipulated users were more likely to post either especially positive or negative words themselves.

Das Ergebnis: eine Studie, veröffentlicht im prestigeträchtigen Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences.

Nee, Facebook, so nicht.

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