Sicher zum Nachgucken

Die Electronic Frontier Foundation hat verschiedene unterschiedlich sichere und unterschiedlich abgesicherte Kommunikationswege untersucht und in einer Übersicht zusammengefasst – zum Nachgucken: Secure Messaging Scorecard. Das von mir gerne verwendete und propagierte TextSecure schneidet so gut ab, dass ich mich entspannt zurücklehnen kann; die von mir getesteten und in der Mailtabelle aufgeführten Mailanbieter HushMail und StartMail … Weiterlesen

Der Nächste, bitte…

Angebot und Nachfrage. Es besteht Nachfrage nach massentauglicher Email-Verschlüsselung; das vermute nicht nur ich, sondern immer mehr aktuelle und künftige Mail-Anbieter. HushMail, (im kommerziellen Betrieb), StartMail (in private beta) und ProtonMail (in öffentlicher Beta) habe ich schon kurz vorgestellt, da fällt mir in den Weiten des Web ein weiterer Anbieter auf: Lavaboom.

Lavaboom spielt eindeutig auf Lavabit an, den Mail-Dienst, den einst auch Edward Snowden benutzt haben soll, und der schlagartig dicht machte, als die US-amerikanischen Behörden Druck machten. Deshalb heißt es hier:

Felix, Lavaboom’s CEO, named Lavaboom in tribute to Lavabit and Ladar’s stand against the US government’s attack on the world’s privacy.

Lavaboom dagegen ist ein deutsches Unternehmen, zuhause in Köln, ist auf einer Mission incl. zugehörigem Statement und führt…

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Die Mailtabelle

We the Net People
We the Net People

Während andere Menschen sinnvolle Dinge treiben, wie für den Weltfrieden zu sein, den Garten umzugraben oder einfach zu leben, habe ich mich seit dem Sommer 2013, dem sog. „Snowden-Sommer“, damit beschäftigt, mich von GMail, GMX & Co. zu lösen und einen etwas sicherheitsbewußteren, besser meine Daten schützenden Mailanbieter zu finden. Im Verlauf der letzten Monate habe ich mir dabei einige Anbieter näher angeguckt, die in ihrem Auftritt betonen, sicher zu sein und die Daten ihrer User nur unter ganz bestimmten Umständen – oder gar nicht – herauszugeben. Die gewonnenen Erkenntnisse habe ich in einer Reihe von Beiträgen aufgeschrieben; weil das dem Menschen auf der Suche nach einer Alternative aber wenig nützt, habe ich die wesentlichen Daten in den folgenden Tabellen zusammengefasst. Update: Seit dem 16. Mai befindet sich auch der Schweizer Anbieter ProtonMail in der öffentlichen Beta-Phase; ich habe ihn nachträglich in die Tabelle aufgenommen. Zweites Update: Auch Tutanota ist jetzt in der Tabelle, und Startmail hat die Betaphase verlassen und ist jetzt öffentlich. Drittes Update: MyKolab.com ist jetzt auch dabei – dank eines kostenfreien Testaccounts (Disclosure, das). Viertes Update: Unseen aus Island ist jetzt ebenfalls dabei.

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Start(Mail) mit Kompromissen

Meine Flucht weg von Mailanbietern, die lax mit der Sicherheit ihrer Benutzer und vor allem deren Daten umgehen, hin zu einem sicherheitsbewussten Anbieter ist zu einem vorläufigen Stillstand gekommen (Teil 1, Teil 2, Teil 3), und in meiner Umgebung keimte schon die Hoffnung, dass das Thema vorerst erledigt sei. Da meldet sich das in diesem Artikel in Absatz 10 erwähnte Unternehmen Startpage und bietet mir Zugang zum Betatest von StartMail an, dem nach eigener Aussage „sichersten auf dem Markt erhältlichen E-Mail-Service“. Der pünktlichste Service von allen ist StartMail schon mal nicht – der öffentliche Betatest hatte eigentlich im vergangenen August beginnen sollen, dann im Oktober, dann im Dezember, schließlich nach Neujahr. Aber das Ziel, der sicherste Anbieter von allen sein zu wollen, ist ja auch hoch gesteckt und schwer erreichbar.

Elektronische Schlüssel zum Anfassen
Elektronische Schlüssel zum Anfassen

Wie StartMail dieses Ziel erreichen wollte, war bisher ein wenig im Nebel geblieben. Nach ein paar Stunden mit meinem neuen Testzugang weiß ich es: StartMail setzt zum Glück bei der Ver- und Entschlüsselung von Nachrichten auf das bewährte und (leider immer noch nicht weit genug) verbreitete Pretty Good Privacy; wer zwar nicht StartMail, aber PGP in der einen oder anderen Form nutzt, kann zumindest sicher sein, einen kompatiblen Standard vorzufinden. Nichts braucht die Welt weniger als noch einen komplizierten Standard zur Verschlüsselung von Daten.

Obwohl: Kompliziert ist PGP von alleine; StartMail will die Benutzung vor allem vereinfachen. Und wie erreicht StartMail dieses Ziel nun?

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Von einem, der auszog…

Man fällt doch immer wieder auf das buzzword du jour herein, nicht wahr? Heute: Datensparsamkeit.

Bruhahahahahehehihischluchz…

Mal im Ernst: Der Deal war: Google (und andere, aber den Namen kennen ja alle und Tante Erna) bietet uns einen Superservice mit Supersoftware und Superzuverlässigkeit, und dafür lassen wir Google (und andere) automatisch durch unsere Daten (Mails, Surfverhalten etc.) schnüffeln, damit Google (und andere) uns im Ausgleich für den Superservice mit mehr oder weniger gezielter Werbung bespaßen darf und kann.

The deal is off, seit sich herausgestellt hat, dass es eben nicht nur ein Deal zwischen Google (und anderen) und uns war, sondern dass sich da auch andere dazwischengedrängelt haben und mitlesen, und durchaus nicht zum Zwecke der Werbung. Dabei spielt inzwischen schon keine Rolle mehr, wer wann wieviel gewusst hat, und wozu die Mitleserei gut sein soll. Es ist wie mit einer Beziehung: Sobald festzustellen ist, dass da ein Dritter mit im Spiel ist, ist das Spiel zum Scheißspiel geworden.

Und Franz K. Netzbürger macht sich – wie andere auch – auf die Suche nach Alternativen.

Zahlen aus der Schweiz zeigen: Rund ein Viertel der dortigen User erwägt Veränderungen bei der Onlinenutzung. Diese Erwägung garantiert natürlich nicht, dass es tatsächlich dazu kommt. Aber ein übler Nachgeschmack wird bei vielen zurückbleiben. Dieser kann sich für die führenden Webkonzerne zu einem großen Problem entwickeln.

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