Verboten isel…

Nicht, dass es in den insgesamt mehr als zwölf Jahren (brutto), die dieses Weblog nun besteht, jemals soweit gekommen wäre, dass ich das gebraucht hätte…

…und auch nicht, dass ich meinte, dass es wirklich was hülfe (ey, ein Konjunktiv!)…

…aber ich bin diesem Beispiel gefolgt und habe meine Nutzungsbedingungen ein wenig ergänzt – um eine Sonderregel für Printmedien. (Weil ich auch zickig sein kann und weil dies hier meins ist und ich machen kann, was ich will.)

Weiterlesen

Leben ohne Zeitung

Irgendwann im letzten Jahrtausend, es muss so kurz vor Weihnachten 1979 gewesen sein, erlebte ich als junger Hospitant in der Hamburger Lokalredaktion der WELT, wie ein ebenfalls noch junger freier Mitarbeiter der Redaktion vom Chef vom Dienst gewaltig in den Senkel gestellt wurde, weil er zugegeben hatte, keine Zeitungen zu lesen, denn was darin stehe, sei langweilig und für seine Arbeit nicht relevant.

Wir beide, der in den Senkel Gestellte und ich, lernten an diesem Tag etwas. Der Gesenkelte lernte, dass seine Zukunft nicht unbedingt im Lokaljournalismus lag, und wurde ein Vertreter der sog. Popliteratur (nein, es war nicht Stuckrad-Barre!). Und ich lernte, dass es zur Arbeit eines Journalisten gehörte, Zeitung zu lesen, morgens vor der Arbeit, tagsüber während der Arbeitszeit, nachts nach der Arbeit.

Das war im letzten Jahrtausend. Heute, am 1. Dezember 2012, ist der erste Tag in meinem Journalistenleben, an dem ich nicht mindestens eine Zeitung abonniert habe. Nach Jahrzehnten mit Blättern wie der Süddeutschen Zeitung, der Washington Post und, ja, ahem, auch der taz (ich bekenne…) habe ich mein letztes Zeitungsabo gekündigt und auch auf die Bestechungsversuche („100 Euro für die Verlängerung!“) nicht mehr reagiert.

Weiterlesen

Print in Not

Print verliert, weil man das ureigene Geschäftsmodell einer Zeitung untergräbt und beerdigt und sie nur noch als leere Hülle für Anzeigen missbraucht, mit Artikeln, die möglichst keinem weh tun und die keinen Widerspruch erzeugen. Er geht dahin, der Meinungspluralismus im Print. Wenn er nicht eh schon tot ist. Don Dahlmann über die Krise des Printjournalismus … Weiterlesen