Kopf-§$’&@*!!

Sonntagnachmittag. Draußen strahlende Frühlingssonne, die Nachbarskinder spielen Fußball, und die älteren Mitbewohner klopfen ihren Gärten den Winter aus den Zweigen.

Jedenfalls nehme ich das an. Das mit der Sonne habe ich mir vom morgendlichen Blick aus dem Fenster gemerkt, die spielenden Kinder höre ich durch das fest verschlossene Fenster, und die Nachbarn im Garten stelle ich mir einfach vor. Sehen kann ich sie nicht, denn seit dem späten Vormittag sind bei mir alle Vorhänge zu, und wenn’s geht, die Augen auch.

Ein Migräne-Anfall. Vielen Dank auch.

Früher, als ich noch glaubte, die kerngesunden Zähne meiner Großmutter geerbt zu haben (also die Gesundheit, nicht die Beißerchen selbst), und als Heuschnupfen noch ein PAL war, dachte ich auch, Migräne sei vor allem etwas für hysterische Frauen. Bis mich nach einem dieser unerklärlichen Kopfschmerzanfälle jemand zu einem sogenannten „Migräne-Papst“ schickte, einem Arzt, der mir erklärte, dass Migräne auch Männer, ob hysterisch oder nicht, beträfe, und dass ich einer dieser Männer sei.

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