Die Matrix und ich

Unfallszene

Die Matrix ist schon eine Ratte – oder wer auch immer für das zuständig ist, was uns so zustößt. Ist doch die Matrix, oder? Jedenfalls: Zuerst denke ich nach, wie ich künftig von mehr als einem Rechner aus bloggen kann. Die Matrix gibt genau diesem einen Rechner das OK, nach fünf Jahren den Betrieb ersatzlos … Weiterlesen

Hompe, pt. 2

Hompe 500

Auf meine Erinnerungen an die Steinzeit hin meldete sich Georg K. aus uralten Berliner Zeiten mit seinen Erinnerungen, die meinen in dieser Hinsicht verblüffend ähnlich sind. Nur den Verdacht, irgendwann im letzten Jahrtausend auch auf Geocities (die Originaldomain ist nicht mehr erreichbar) präsent gewesen zu sein, den werde ich jetzt wohl nicht mehr los. …schrieb … Weiterlesen

Brief an die (über)nächste Generation

München Hbf. (über 30 Jahre später)
München Hbf. (über 30 Jahre später)

München Hauptbahnhof, in den späten siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Der Student K. bringt seine flugängstliche Mutter zum Nachtzug nach Hamburg. Auf dem Bahnsteig treffen sie den (Dienst-)Reisebegleiter der Mutter, einen bekannten Fernsehjournalisten (OK, mehr als 20 Jahre nach dem Tod des Betroffenen ist es kein name dropping mehr – es war Robert Lembke). Und der erkundigte sich zunächst nach dem Berufsziel des Studenten K. und kommentiert dessen Antwort „Journalist“ dann mit der lapidaren Frage, ob ich, also der Student K., denn nicht lieber was Anständiges lernen wolle.

Damals hielt ich das für einen Routinewitz und lachte höflich. Inzwischen, nach über dreißig Jahren im öffentlich-rechtlichen Rundfunksystem unserer Republik, davon netto mehr als 23 im Status eines Festangestellten, erwische ich mich immer öfter dabei, jungen Menschen die gleiche Frage zu stellen und es nicht als Witz zu meinen.

Was ist passiert?

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Statusmitteilung

Der Tapetenwechsel ist vollzogen. Und alles, was der vernetzte Mensch braucht, ist da (v.l.n.r.: Fernseher, Telefon, Internet). Jetzt können die Restmöbel kommen. Morgen. Der Maler, den ich via my-hammer.de gefunden hatte (siehe oben verlinkte Story) hat gut und schnell ent- und retapeziert und alles mit weißer Farbe zugedeckt. Fünf-Sterne-Bewertung und so. Und auch das mit … Weiterlesen

Abstraktes zum Sonntag

Aus Gründen™ habe ich mich in den letzten Tagen zum wiederholten Mal mit dem Dualismus „Programm vs. Content“ beschäftigt. Wie bekannt sein dürfte, arbeite ich für ein Unternehmen, das seit den fünziger Jahren im Geschäft mit (Radio, später auch Fernseh-) Programmen, seit der Mitte der neunziger Jahre auch im Geschäft mit content, also Inhalten ist, die je nach Bedarf und Interesse abgerufen werden können. Sprich: Internet.

Während ich also, ebenfalls in den letzten Tagen, meinen Beitrag zum Zeitungssterben geleistet habe, indem ich, leise „Papier allein ist kein Qualitätsmerkmal“ vor mich hinmurmelnd, mein letztes Zeitungsabo kündigte, machte ich mir Gedanken über die mediale Zukunft. Dabei dachte ich an ein Memo, das ich im Jahr 2006 unaufgefordert an meinen Chef schickte, und das er mir ebenso unaufgefordert verbal um die Ohren haute, weil ich darin das Ende des „Programms“, also des linear ausgestrahlten Radio- und Fernsehangebotes, prognostizierte, während „Content“, also der beliebig abrufbare mediale Inhalt, das journalistische Produkt der Zukunft sei.

Auch wenn mein Arbeitgeber eine ganze Reihe seiner Radio-Programme inzwischen eingestellt hat und dafür IP-basierte Angebote (sprich: Internet) stark ausbaut, ist das lineare (Fernseh-) Programm alles andere als auf dem absteigenden Ast.

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Replay: Liebe Internet-Nichtversteher…

…liebe Facebookparty-Verbieter, Street-View-Angsthasen, Sendezeiten- und Altersgrenzen-Befürworter, liebe Mail-Ausdrucker, Explorer-Nutzer, Stoppschild-Errichter und Google-Verklager, kurz: liebe Internet-Nichtverstehenwoller,

es ist schon ein rechtes Kreuz mit euch. Nicht, dass eure Vorschläge immer frei von Komik und Unterhaltungswert wären, nicht, dass ich in einem langen Berufsleben nicht auch das Weghören gelernt hätte – es ist nur so, dass ihr ab und zu seltsame Vorschriften auf den Weg und sogar durch Parlamente und andere Entscheidungsgremien bringt, von denen euch erst hinterher klar wird, was anderen schon vorher klar war, nämlich dass sie

  1. nichts nützen
  2. verfassungswidrig sind und/oder
  3. nicht umsetzbar sind.

Und alles nur, weil ihr Angst vor dieser fremden Welt habt, in der jeder sagen und schreiben darf, was er will, ohne Lizenz und ohne teure Druckerpresse und ohne funktionierende Sicherung im Gehirnkastl (ja, auch das soll vorkommen).

Die Sache ist nur die: Das, was sich nach eurer Ansicht in einer fremden Welt, nämlich in diesem Internet, abspielt, spielt sich in Wirklichkeit in eurer Welt ab. Und die Gesetze und Vorschriften dieser Welt sind auch aufs Netz anwendbar und anzuwenden.

Die Sache ist aber noch viel schlimmer – und jetzt müsst ihr ganz tapfer sein, Nichtversteher: Das Internet ist nicht nur keine fremde Welt, es ist überhaupt keine.

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Ein Anarchist spricht

Zu meiner Zeit gab es kein Internet, da konnten die Fernsehsender und die Plattengesellschaften verhindern, dass die Öffentlichkeit mich hört. Seither agierte ich am Rande. Heute sind die Leute klüger durch das Internet. Und deshalb wird eines Tages auch eine Revolution kommen. Dann werden die Massenmedien aufwachen und ihrem Erziehungsauftrag wieder nachgehen. Erziehung kann ja durchaus unterhaltsam sein.

Georg Kreisler: „Heute sind die Leute klüger durch das Internet“ | ZEIT ONLINE.

Liebe Internet-Nichtversteher…

…liebe Facebookparty-Verbieter, Street-View-Angsthasen, Sendezeiten- und Altersgrenzen-Befürworter, liebe Mail-Ausdrucker, Explorer-Nutzer, Stoppschild-Errichter und Google-Verklager, kurz: liebe Internet-Nichtverstehenwoller, es ist schon ein rechtes Kreuz mit euch. Nicht, dass eure Vorschläge immer frei von Komik und Unterhaltungswert wären, nicht, dass ich in einem langen Berufsleben nicht auch das Weghören gelernt hätte – es ist nur so, dass ihr ab und zu seltsame Vorschriften … Weiterlesen

QOTD

“The internet isn’t your pony such that you can support free speech and expect it not to have political consequences.” Zeynep Tufekci, technosociology.org, via Free speech Is Not A Pony « Clay Shirky.

Dr. Seltsam…

…oder wie ich lernte, das Internet zu lieben. Digital Strangelove (or How I Learned To Stop Worrying And Love The Internet) View more documents from David Gillespie. Gefunden via Facebook bei Nico Lumma, der es bei Fred Wilson gefunden hat, der es von David Gillespie hat… Eigentlich reicht auch dieser Satz, um das Netz, wenigstens … Weiterlesen