Google kriegt kalte Füße

Es wäre interessant, zu wissen, in wie vielen Konferenzräumen dieser Welt jetzt Schadensbegrenzung betrieben wird – nach den Veröffentlichungen von Guardian und WashPost, das PRISM-Programm zur umfassenden Datenerfassung von so ziemlich allem betreffend.

Die des derzeitigen Chefs des US-amerikanischen Überwachungsstaates, Barack „der Gute“ Obama, sah bisher eher mittelschwach aus. Die – übrigens durch nichts bewiesene – Behauptung, US-Bürger und Menschen, die in den USA lebten, seien von PRISM nicht betroffen, kann die überwiegende Mehrheit der Netznutzer dieses Planeten nur schwer beruhigen; der Hinweis, der Kongress hätte alles rechtlich unterfüttert und abgesichert, kann angesichts dessen, was der gleiche Kongress sonst gerne – und oft aus parteipolitischen oder gegen B. Obama gerichteten Gründen – so anstellt, nur als Witz angesehen werden.

Dann: Wie sicher sind die Daten, ob nun rechtmäßig oder nicht, mit Hilfe von Google & Co. zur NSA gelangt oder nicht, denn nun vor weiterem, definitiv unsauberem Zugriff? Bei diesem Supergeheimdienst, der es offensichtlich nicht einmal schafft, brisante, wenn auch hässliche PowerPoint-Präsentationen für sich zu behalten?

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Privat ist nicht mehr selbstverständlich

George Orwell
George Orwell (Photo: Wikimedia)

Es lässt sich nicht knapper und treffender formulieren, als es The Atlantic schon in der Titelzeile dieses Artikels tat:

All the Infrastructure a Tyrant Would Need, Courtesy of Bush and Obama

Infrastruktur so recht nach dem Geschmack eines Tyrannen also, bereitgestellt von Bush und Obama. Gemeint ist nicht (nur) PRISM, das Programm, das es US-amerikanischen Sicherheitsbehörden ermöglicht, für sie interessante Daten direkt auf den Servern so ziemlich aller großen Diensteanbieter der USA, von Google über Facebook bis, nun ja, AOL mitzulesen, wie der Guardian und die Washington Post berichtet haben; gemeint sind alle Vorgänge, Initiativen und Anweisungen, mit denen die Regierung Bush II., aber auch die Regierung Obama aus dem etwas schrulligen, aber doch einigermaßen funktionierenden Rechtsstaat USA einen Überwachungs- und Polizeistaat zu machen versucht haben – nicht ohne Erfolg.

Und hier teilen sich meine Gedankengänge in zwei Äste – mal sehen, ob ich sie bis zum Ende des Textes wieder zusammenbekomme.

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Rückblick, acht Jahre

Auch irgendwie bezeichnend, dass ich vor acht Jahren, zur Amtseinführung von George Bush d. J., nicht sonderlich viel zu bloggen haben glaubte… “It was a dark and stormy night…” – dies ist (für alle, die es natürlich auch ohne diesen Hinweis gewusst hätten) eine Hommage an Charles M. Schulz, den Autor der in ihrer gelegentlichen … Weiterlesen

The Day After

I agree that W has been a disaster. Aus einer Mail eines überzeugten Republikaners. Hatte ich so von ihm noch nicht gehört.

Top Ten zum (US-)Vatertag

Damit das Leben gut durchorganisiert ist, hat irgendjemand (ich glaube, es war nicht David Letterman) sogenannte Top Ten Lists erfunden – die oft genug eher Bottom Ten Lists sind, also Listen der zehn schlechtesten [insert category here]. Zum Vatertag, der in den USA kein Besäufnistag ist, sondern das genaue Gegenstück zum Muttertag, möglicherweise minus Gedichtaufsagen … Weiterlesen

Dabbljuhu

So. Meine Story über die amerikanisch/britischen Raketenangriffe im Irak ist gelaufen und wird dank dem Rotationsprinzip des Fernsehprogramms der Deutschen Welle auch noch ein paar Stunden weiterlaufen (schnell, schnell, vielleicht läuft sie sogar noch im Livestream – kein direkter Link möglich wg. JavaScript-Pop-Up-Funktionen auf der Seite. Aber wenigstens Werbung habe ich hiermit gemacht…). Gerade gucke … Weiterlesen

Schüsse am Weissen Haus

CNN berichtet, ein Mann mit einer Handfeuerwaffe sei auf dem Rasen südlich des Weissen Hauses gestellt worden. Der Mann habe noch versucht, sich in einem Busch zu verstecken, während der Secret Service versuchte, Bush zu verstecken (gar nicht wahr, alles nur des Kalauers wegen!). Ein Schuss ist gefallen, der Mann ist im Krankenhaus, der Fall … Weiterlesen

Der Präsident und ich

Es gibt Unterschiede zwischen George W. und mir. Ich muss beispielsweise keine Cowboystiefel zur Arbeit tragen, weil mir sonst meine Wähler die Hölle heiss machen würden. Ich kenne den Unterschied zwischen Slowenien und der Slowakei. Und ich habe noch keine USA-weite Wahl verloren… Wir haben aber auch was gemeinsam: eine Web Site. Und seine hat … Weiterlesen