Tag der Updates

(Spoileralarm: Dieser Beitrag enthält ein halbernüchtertes Update!)

Ein Blick auf die Uhr – oha, der Tag der Updates zieht sich merklich in die Nacht hinein.

Frage: Wieso nun Updates – im Plural?

Antwort: Weil ich gerade das fünfte Update abgeschlossen habe. Heute vormittag, vor Dienstantritt, waren drei WordPress-Installationen upzudaten (diese hier: nach 5 Sekunden abgeschlossen; eine bei einem amerikanischen Massenhoster: nach 12 Sekunden abgeschlossen. Die bei dem bundesdeutschen Massenhoster, der zusammengezählt „2“ ergibt, brauchte drei bange Minuten…). Ergebnis: Drei problemlos aktualisierte WordPress-Installationen.

Nach Dienstschluss und einer Stunde Restabend vor der Glotze dann der eigentliche Teil des Upgrade-Donnerstags: zwei Ubuntu-Installationen warteten auf Version 11.04 „Natty Narwhal“ (diese Namen… Wer sich nur diese Namen ausdenken darf, und was er/sie vorher wohl raucht?)

Ergebnis: Update auf dem Netbook (über eine vergleichsweise frische Installation von Version 10.10): ereignisarm. Das Update auf dem Desktop (über eine schon dreimal aktualisierte Installation mit vielen angepassten Einstellungen und einigem Gebastel) war von mehreren error messages gezeichnet, und jetzt sind längst vergessene Dinge nochmal zu konfigurieren – das Problem beispielweise, dass die Grafikkarte von nVidia erst nach Abschluss des Boot-Prozesses korrekt angesteuert wird. Nun ja.

Der neue DesktopVoilà, dasamawieda. Das anderweitig und vor allem im Vorfeld verbreitete Gejammer über die Ubuntu-eigene Desktop-Oberfläche teile ich nicht. Auf dem Netbook kannte ich sie schon von der letzten Version der Ubuntu Netbook Edition, und sie hat seitdem gewonnen: Früher habe ich mich geärgert, dass der Launcher, das dockähnliche Dings auf der linken Seite, von den ohnehin knappen 1024 Pixeln Bildschirmbreite mal eben geschätzte 50 Pixel blockierte; jetzt, unter 11.04, weicht der Launcher elegant aus, wenn der Mensch die 1024 Pixel ganz für sich braucht (um zum Beispiel diese Seiten zu betrachten).

Auch auf dem Desktop bedeutet der Launcher für mich keine große Umstellung, weil ich vorher an der gleichen Stelle ein awn-Dock hatte; Funktionalität und Gewohnheiten bleiben also, wie sie sind.Was mich an der neuen Oberfläche wirklich freut (aber das ist mein persönlicher Geschmack): Die global menus sind jetzt Standard, also die (aus der Sicht eines Windows-Users so empfundene) Unsitte der Mac-Welt, das Menu einer Anwendung nicht oben ins jeweilige Fenster zu packen, sondern an den oberen Bildschirmrand. Das hatte es nachgerüstet in einer früheren Ubuntu-Version schon mal gegeben, war aber nicht für alle Anwendungen verfügbar und machte auch sonst manchmal Quatsch.

Die Möglichkeiten, die Unity sonst noch bietet, werde ich mir in aller Ruhe in den nächsten Tagen angucken – und dabei Christoph Langners sechsteilige Serie über Unity durcharbeiten, die einem dabei eine Menge Arbeit abnimmt.

Update: Ich hab’s doch gewusst – ganz reibungslos ist auch das nicht geblieben. Nach einigen Stunden mit Unity ist festzustellen, dass das neue Ubuntu – ausgerechnet – auf dem schwachbrüstigen und schon etwas älteren Netbook stocksolide und smooth läuft. Auf dem Desktop dagegen erweist sich die Unity-Oberfläche als reichlich instabil – so sehr, dass ich dort zur alternativen Gnome-2-Oberfläche zurückgekehrt bin, bis ich den Grund gefunden habe. Der muss nicht unbedingt in Unity selbst zu finden sein; es kann auch die Nvidia-Karte nebst proprietärem Driver sein, ein kaputtgespieltes Compiz (das ist die Effektmschine unter GNOME/Unity) oder auch sonstige Sünden der Vergangenheit.

Übers Wochenende ist gelegentliche Fehlersuche angesagt; ich wäre aber auch angesichts der bewegten Geschichte dieser Installation zu einem Neubeginn mit frisch geputzter Festplatte bereit.

Update 2:
unity --reset
– ich hatte Compiz kaputtkonfiguriert.