Spam, vergammelt

(Trotz Urlaub, aus gegebenem Anlass geschrieben) In einer Weise ist es schon wundersam. Seit September 2003 benutze ich meine derzeitige private Email-Adresse (mit verschiedenen Variationen, was die TLD – also .com, .net und .de – angeht), seit November 2003 meine aktuelle dienstliche. Die dienstliche scheine ich nur strengst dienstlich und nur im (Mail-)Verkehr mit Menschen zu nutzen, die ihre Rechner absolut sauber halten; der Effekt: Bis heute, also mehr als zweieinhalb Jahre lang, ist diese Adresse so gut wie spamfrei geblieben.

Die privaten dagegen – seufz. Nach der Lektüre eines diesbez. Artikel (Quelle und URL vergessen, deshalb hier auch kein Link), dem zufolge nur noch 5 Prozent des Welt-Email-Aufkommens kein Spam ist, habe ich mir mal das Spam/Nichtspam-Verhältnis in meiner Mehlbocks angeguckt.

Kein schönes Bild. Wirklich kein schönes Bild. Zwar ist noch jede fünfte bei mir eintreffende Mail kein Spam – aber 80 Prozent sind es eben doch. Daraus schließe ich, dass die Haltbarkeit meiner Adressen wohl kurz vor dem Ablauf steht.

Die Konsequenz: Neue Mailadresse einrichten und die nächsten Freunde, Verwandten, Bekannten und Mailinglisten davon informieren (auch wenn das schon wieder das Tor für Spam einen Spalt weit aufmacht, weil ich nicht weiß, wer von den lieben in meiner Umgebung grässliche Trojaner auf seinem Rechner hat – aber ganz von der Umwelt isolieren kann ich mich ja nun auch nicht). In den nächsten zwei Monaten die Mails von den alten Adressen @worldwideklein.TLD umleiten und die interessanten daraufhin prüfen, ob ich in Schritt eins nicht jemand vergessen habe. Dann die alten Adressen restlos abschalten – soll der Schmonzes doch bouncen! Und dann in der Öffentlichkeit nur noch und ausschließlich mit Wegwerf-Adressen (wie der unter „Fine Print“ in der rechten Spalte der Hauptseite – courtesy of spamgourmet.com and a little bit of JavaScript!) auftreten.

Ich weiß – wirklich helfen gegen die Pest wird auch das nicht, aber ein gutes (oder zumindest weniger schlechtes) gefühl gibt es doch.