Sinnkrise/Manifest

Erstens: Blogger hinkt heute. Aber das löst keine Krise aus. Das doch nicht.

Zweitens: Nicht der Autor dieser Zeilen leidet unter einer Sinnkrise. Hat er auch gar keinen Grund dazu

Drittens: Fünf Jahre im Netz sind vielleicht nicht genug, aber Anlass, über sinnvolle, attraktive Formen nachzudenken (Motto: „Bis jetzt war’s noch Spaß…“).

Viertens – Bilanz, der Stand der Dinge: Weblogs haben den Zugang zu einem Medium für alle geöffnet. Weblog kann jeder. Aber Weblog ist nicht die Ende der Fahnenstange, und auch nicht – sorry – die Zukunft des Journalismus. Nicht im derzeitigen Zustand des Mediums.

Fünftens: Der persönliche Anlass für diese Gedanken ist das Treffen der Jury für The BOBs 2005 am kommenden Samstag in Bonn – eine Veranstaltung, auf die ich mich aus mehreren Gründen freue. Ich werde interessante Menschen (wieder-)treffen, und wir werden einen Tag damit verbringen, uns interessante Weblogs und andere Formen der Grassroots-Publizistik ansehen und dabei auch selbst viel lernen.

Sechstens: Es wird Zeit, das Medium weiterzuentwickeln, die neuen Möglichkeiten des Mediums zu nutzen und die eigene Kreativität zu fordern. Versuchsweise findet das an vielen Orten im Netz schon statt (auch von diesem Schreibtisch aus), aber nicht wirklich hier. Das gibt zu denken.