Sicher ist das neue Schwarz

Heute mal wieder so ein Tag. The Day We Fight Back. #stoptheNSA und so. Zeit, um Petitionen zu unterschreiben für ein besseres, sicheres Internet, eins, in dem wir nicht ohne Anlass und ohne Ansicht der Person überwacht werden.

Klar, doch, ist wichtig. Ist auch gut, dass US-Bürger via Website ihren Volksvertretern direkt die Meinung sagen dürfen und der große Rest von uns wenigstens irgendwo unterschreiben darf. Super.

Und wie wäre es, wenn wir – stattdessen oder zusätzlich – konkrete Schritte ergriffen, kleine Schritte, die unser Internet Schritt für Schritt sicherer machten? Wir könnten beispielsweise…

  • einen Mailanbieter wählen, der ausgesprochen und nachweisbar auf die Sicherheit seiner Kunden und deren Mail Wert legt und aktiv darauf hinarbeitet, anstatt mit Marketingsprech zu vernebeln, wie groß der eigene Nachholbedarf wirklich ist: Posteo aus Berlin oder Runbox aus Oslo wären da zwei Möglichkeiten (aber nicht die einzigen).
  • uns erklären lassen, wie man Mail und andere Dokumente nach dem Stand der Dinge sicher verschlüsselt und so dem Zugriff Neugieriger entzieht; ich glaube, ich habe hierzu schon Angebote gemacht.
  • und, wenn wir aktiv eine Website betreiben (soll ja vorkommen), diese auch zur Gänze oder zumindest die sicherheitskritischen Seiten per HTTPS ausliefern, um das Mitlesen zu erschweren.

Drei einfache Schritte. Und wirkungsvoller, als Seiten aus Protest einzuschwärzen, wie wir es früher getan haben.

Nachtrag, ein paar Minuten später: Mein Arbeitgeber hat sogar 26 Tipps für ein sichereres Internet zusammengestellt.

Nachtrag, einen halben Tag später: Auch meine Kollegen wollten – nach diesem Beitrag über das Berliner Unternehmen Zenguard – mehr von mir wissen:

Und nein, es ist nicht immer das selbe Hemd. Ich habe eine ganze Menge dunkelblauer Hemden.

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