Schon gehört, Pt. 2

Update zu dieser Geschichte, in der ein großer deutscher Internet-Konzern einen guten Bekannten von mir in meinem Namen und mit meiner Mail-Adresse zur Benutzung eines Produktes dieses Konzerns auffordert, das wir beide weder benutzen noch benutzen wollen:

Gerade meldete sich eine Mitarbeiterin des o.a. Konzerns per Mail bei mir und bat mich, aus datenschutzrechtlichen Gründen mein Anliegen doch noch einmal schriftlich und mit rechtsgültiger Unterschrift einzureichen. Es ist schön, festzustellen, wie besorgt jemand um den Datenschutz ist, den man kurz zuvor gefragt hatte, warum er den Datenschutz so wenig ernst nimmt, dass er eine Mail-Adresse, die noch dazu bei einem Drittanbieter zuhause ist, ungefragt als Werbemittel hernimmt.

Darüber hinaus scheint aber die Mitarbeiterin, deren Namen ich aus Gründen des Datenschutzes (gell, 1&1!) hier nicht nenne, die Sache nicht so ganz kapiert zu haben. Denn also liest sich der von ihr verwendete Textbaustein:

Es ist richtig, dass ein Teil der Adressen für Werbezwecke Dritter verwendet wird. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Adressen, die zu einer juristischen Person (GmbH, OHG, e.V. usw.) gehören. Dies entspricht den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes. Nach § 3 BDSG sind Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person geschützt.

Sie sind in unserem System als Privatkunde angelegt. Aus diesem Grund erfolgt keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte.

Richtig. Und doch wieder falsch – denn die unerwünschte Werbemail kam ja nicht von einer Drittfirma, sondern von 1&1 selbst.

The saga continues.