Sachensucher

Ab und zu passiert es einem doch, dass man auf einen SParGEL-online-Artikel verlinkt. Aber erstens ist es noch früh am Tag, und zweitens berichtet Berlin, wie es stinkt und kracht von einem wirklich interessanten Projekt an Humboldt-Uni und UdK: „Sensing the Street“ (obacht, es flasht!), Berliner Straßen mit allen Sinnen kartografieren. UdK-Studenten haben Gegenstände, Geräusche, Gerüche und Aussagen der, ähm, Eingeborenen gesammelt und so eine etwas andere Bestandsaufnahme von Ackerstraße, Adalbertstraße und Karl-Marx-Straße geschaffen.

Wäre die Ackerstraße ein Cocktail, würde sie nach Bubblegum schmecken. Nach minzgrüner Kinderbrause, mit Alkohol, der in der Nase kitzelt. Die Studenten der Berliner Universität der Künste, die sich diese Mixtur ausgedacht haben, wollten den geballten Geruchs-, Geschmacks- und Erlebnisraum der Straße im Berliner Bezirk Mitte in etwas Trinkbares verwandeln. Ihr Getränk, das zwischen Pfefferminzblättern auf gestoßenem Eis ruht, ist ländlich grün. Wie Berliner Weiße mit Waldmeister: riecht grün, schmeckt grün, sieht grün aus. Und: Die Ackerstraße, das zeigt schon der erste Schluck, ist verdammt hip im Vergleich zu anderen unbekannten Flecken, etwa in Neukölln oder Kreuzberg.

Hm. Die Ackerstraße als Cocktail. Nun ja. Egal. Trotzdem werde ich mir die Ackerstraße zwischen jetzt und dem 10.Februar 2008 im Mitte Museum und die Karl-Marx-Straße zwischen 22. November und 2. Januar in der Galerie Saalbau Neukölln mal näher begucken.

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