Quantenerklärbär

Der Mensch wächst an seinen Herausforderungen. So gesehen, war der heutige Arbeitstag ein guter Tag zum Wachsen:

Anlass war der Bericht der WashPost über die Snowden-Enthüllung du jour, die Bemühungen der NSA betreffend, einen für ihre Zwecke brauchbaren Quantencomputer zu bauen. Der Zweck – soviel ist klar – ist die Unterstützung der NSA beim schnelleren Knacken von Verschlüsselung. Bisher gehen wir davon aus, dass eine ordentlich verschlüsselte Nachricht selbst der NSA zumindest Tage, wenn nicht Wochen Stoff zum Rechnen und Entschlüsseln gibt. Mit Quantencomputern wollen die Schlapphüte das in Echtzeit schaffen.

Klein (r.) demonstriert die ungefähre Größe eines qBits
Klein (r.) demonstriert die ungefähre Größe eines qBits

Derzeit machbare Quantenrechner (ja, ich lege meine Quellen offen) können das noch nicht. Und auch mit der brutalen Gewalt eines künftigen Quantenrechners wird es vor allem möglich sein, bekannte Verschlüsselungsmechanismen schnell zu umgehen. Was wir also brauchen – und zwar schnell – sind bisher unbekannte. Denn die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wobei: Solange die Mehrheit von uns weiter unbesorgt im Netz herumkarriolt und sich null, in Worten: null Gedanken um Verschlüsselung macht, können sich auch die Schlauköpfe im Auftrag der NSA Zeit lassen.

Das Gespräch zum Thema (siehe Bild) findet sich hier unter der Überschrift „NSA will Super-Computer bauen„. Update: Diesmal hat es ein Kollege auch zu YouTube gepackt:

Hoffe, damit meiner Herausforderung aus dem ersten Absatz nachgekommen zu sein. Leider war ich doch nicht mutig genug, die auf meinen Tweet erfolgte Antwort in der Sendung zu verwenden.

Ich Schisser, ich.

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