Push!

Langsam gehen selbst Fanboys wie mir die Gründe aus, weiterhin einen teuren MobileMe-Account, powered by and paid for to Apple, zu unterhalten.

Jüngstes Opfer: Pushmail.

Exchange-EinstellungenBenutzer des iPhones bilden sich (so wie ich) schon seit der ersten Generation ein, dass es so etwas wie Pushmail für das Jesusphone gibt – Mail also, die weder Mensch noch Phone in regelmäßigen Abständen abrufen müssen, sondern die vom Server auf das Phone gedrückt, eben gepusht wird. Damit man ständig und jederzeit über den Füllstand der eigenen Inbox informiert ist.

Mal abgesehen von der Frage, welche Mail wirklich so wichtig ist, dass man sofort, unmittelbar, jetzt gleich von ihr erfahren müsste: Pushmail war ursprünglich nicht viel mehr als vaporware, weil die MobileMe-Server nicht konnten oder wollten; danach war sie zwar verfügbar, aber eben nur via MobileMe.

Seit Version 2 des iPhone-Betriebssystems ist es nun möglich, auch einen (schauder!) Microsoft-Exchange-Server in Sachen Mail, Kalender, Kontakte anzusteuern. Diese Dinger sind eher in der Geschäftswelt zu finden – und seit neuestem komplett auch für Inhaber eines Google-Accounts.

Schon seit längerem bot Google für den Google-Kalender und das Google-Mail-Adressbuch Synchronisation über das Exchange-Protokoll an – seit gestern ist die Funktion auch auf die Mail-Synchronisation selbst ausgedehnt. Konfiguriert wird die Sache einerseits auf dem Server, andererseits nach dem Anlegen eines Exchange-Accounts auf dem iPhone in dessen Einstellungen (s.o.).

Zwei, drei Nachteile hat die Sache: Wo vorher ein teurer MobileMe-Account nötig ist, braucht es jetzt einen neugierigen Google-Account. Die tägliche Batterielebensdauer wird durch ständiges Nachfragen auf dem Server nicht gerade verlängert (das galt aber auch schon für die Pushmail von MobileMe). Und – und das mag der gravierendste Nachteil sein, auch wenn viele es für einen Vorteil halten: Jedesmal, wenn Mail kommt, macht es „Ping“.

Mist.