Pubsubhubbub?

Bitte?

Abt. Wir bloggen über Dinge, von denen wir keine Ahnung haben (soll ja eher selten sein in Klein-Bloggersdorf, das): Über den Begriff Pubsubhubbub bin ich in den letzten Wochen immer wieder gestolpert, habe mir eins gegrinst über den Namen (der aus den Silben pub für publish, sub für subscribe, hub für hub und hubbub für Lärm besteht) – und die Sache wieder vergessen.

Bis ich heute im Rahmen der inzwischen auch schon etwas zähen Diskussion über den bevorstehenden, bereits erfolgten oder auch nicht erfolgen werdenden Tod von RSS-Feeds auf einen Artikel gestoßen bin, der mir Pubsubhubbub in auch für mich verständlichen Worten erklärte.

Wenn ich es also richtig verstehe, ist Pubsubhubbub ein Protokoll, eine Erweiterung von Atom (und damit Bestandteil der RSS-Welt), der die Verbreitung von Inhalten in Echtzeit an alle Dienste ermöglicht, die Pubsubhubbub (demnächst kann ich es schreiben, ohne darüber nachdenken zu müssen!) unterstützen. Zur Erinnerung: „Klassische“ RSS-Feeds werden abgefragt und verbreiten sich deshalb nur so schnell, wie der Abfragende (ob nun der Guglrieder oder ein Feedleser eines Users) es wollen. Mit Pubsubhubbub kommen wir also der Geschwindigkeit näher, mit der beispielsweise Tweets von Twitter nach Friendfeed wandern.

Hm. Ausprobieren. Weiter auch kein Problem, denn in dem oben verlinkten Artikel findet sich auch der Hinweis auf das entsprechende WordPress-Plugin. Und mit dem Klick auf den „Publish“-Knopf sollte mein Friendfeed-Account (um nur ein Beispiel zu nennen) diesen erleuchteten Eintrag schon kennen.

Und los!

Update, eine Minute später: Friendfeed wusste tatsächlich nach 19 Sekunden schon Bescheid. Weil ich vergessen hatte, die automatische Twitter-Benachrichtigung abzuschalten, die natürlich gleich von Friendfeed aufgegriffen wurde. Das Pubsubhubbub-Plugin dagegen scheint sich das noch zu überlegen…

2. Update, vier Minuten später: Jetzt weiß Friendfeed auch ohne Twitter von diesem Eintrag. Kann natürlich auch sein, dass es gerade ohnehin den Feed abgegriffen hatte, kann aber auch sein, dass Pub… (den Rest denken wir uns jetzt einfach), da es über offene Server läuft, eben diese paar Minuten braucht. Ich werde das weiter beobachten.

Update No. 3: Und wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Im oben (und jetzt auch hier wieder) verlinkten Artikel steht es ja drin, wie es funktioniert: Pubdingsbums fügt eine Zeile in den regulären Feed ein und informiert somit alle Pub…-unterstützenden Dienste, dass dieser Feed ab sofort auch per Pub… zu haben ist – worauf diese Dienste eben nicht mehr den regulären Feed einmal pro Stunde (oder so) abfragen, sondern per Pub… zeitnah versorgt werden. Aha. Wieder was gelernt.