Psycheledic Afternoon

Machen Erdbeeren (Vorsicht, misleading link, but I don’t care!) eigentlich betrunken? Oder ist es die Spätfolge des vergangenen Abends? Eine absolut erträgliche Leichtigkeit des Seins hat eingesetzt nach einem halben Pfund frischer Florida-Erdbeeren (noch ohne den Petroleum-Geschmack, den amerikanische Supermarkterdbeeren später im Jahr offenbar zwangsläufig annehmen) plus einem oder zwei Spritzer zero cal Plastesahne. Von meiner Herkunft her müsste ich Plastiksahne sagen, aber Plastesahne klingt noch widerlicher und trifft deshalb hier den Punkt.

Es kann natürlich auch die Kombination aus Erdbeeren, Plastesahne und der nebenstehend bebilderten Musik (George Benson, frühe siebziger Jahre, vermutlich stoned bis zum Kragen, und Lichtjahre entfernt vom Schmusepop, der ihn so erfolgreich machte) sein, verschärft noch durch das sehr haarige Anlehnungsbedürfnis eines ebenso schwarzen wie geistig minderbemittelten Katers. Es kann auch was ganz anderes sein – egal: It’s a psychedelic afternoon.

Wenn übrigens stimmt, was Peter Praschl über die jüngsten Äusserungen des Jörg Haider sagt (und warum sollte ich daran zweifeln?), speziell über dessen Angriffe auf die (amerikanische) „Ostküste“ als Synonym für alles, was jüdisch ist, dann fühle ich mich als Bewohner derselben durch das Gepöbel eher geehrt als sonstwas.

Macht zwar keinen Sinn, aber trotzdem. „I don’t have that honor“ sagte Chaplin in einem ähnlichen Zusammenhang. Ende der Durchsage – muss nochmal los, Erdbeeren nachkaufen.