Psht!

Abt. Wald vor lauter Bäumen: Als ich mich vor einigen Monaten dafür entschied, meinen gesamten Mailkram doch wieder über den Maildienst der Datenkrake abzuwickeln (weil die Maildienste der von mir nach wie vor geschätzten Festung ähnlich oft arbeitswillig waren wie bundesdeutsche Lokführer zur gleichen Zeit), verlor ich dadurch mehrerlei:

  • das Vertrauen mindestens eines der Leser, die mir offenbar nur aufgrund meiner Tendenz zu Verschwörungstheorien die Treue halten
  • die Möglichkeit, Mails ohne großen Aufwand mit GnuPG zu signieren und zu verschlüsseln

Zwar bot Apples mail.app mit einem Plugin genau diese Möglichkeit an, aber zunächst bot GMail mein Lieblings-Mailprotokoll IMAP nicht an, und als es dann soweit war, hatte Leopard das GnuPG-Plugin zerschossen.

Alles kein Problem mehr. Denn das GnuPG-Plugin gibt es jetzt in einer Beta-Version auch für Leopard; die Sache installiert sich zwar nur manuell, aber funzt. Und für die GMail-Weboberfläche, die für viele ja der Grund für den Wechsel ist, gibt es eine Firefox-Extension, die auch dort das Signieren und Verschlüsseln per Mausklick ermöglicht. Die Oberfläche ist zwar eher schlampig ins Deutsche übersetzt, aber die bisherigen Erfahrungen stimmen fröhlich.

Wer mir also nicht mehr mailt, weil er seine Mails nicht von Google durchsuchen lassen will, hat nun eine Entschuldigung weniger. Denn Plugin wie Extension entschlüsseln nur lokal, und an verschlüsselten Mails beißt auch Google sich die Zähne bis auf weiteres aus. Also: GnuPG installieren, meinen öffentlichen Schlüssel laden und kryptisch mailen!