Leerer Zuschauerraum

Überraschung!

Damit hätte wohl keiner gerechnet. Nun ja, ich vielleicht, weil ich mich ja kenne (don’t ask…). Nach gerade mal einem halben Jahr schon wieder ein neues Aussehen dieser Seiten, noch ein wenig ungeschliffen vielleicht, möglicherweise sogar etwas überladen, aber: ein neues Aussehen.

Und dann: Rechts unten, dieser Vermerk! Erstellt mit WordPress…?? Und was ist mit all den Basteleien mit Hugo und statischen Seiten & so, den vielen Klagen und unvollendeten Werkstattberichten auf dieser Seite – war das alles umsonst?

Ja, natürlich. Bzw. nein, war es nicht, weil ich eine Menge gelernt habe dabei – nur eben nie genug für meine eigenen Ansprüche. Go und Hugos Templatemaschine blieben mir immer ein wenig unheimlich, und Vorgänge wie die hier beschriebenen haben mein Vertrauen in die Betriebssicherheit nicht erhöht. Zumal nach dem Totalausfall des Laptops nun auch der Desktoprechner ein wenig schwächelt – will mir das Schicksal sagen, dass ich mir zu Weihnachten einen neuen Rechner schenken soll? Kann es sich schenken, das Schicksal. Oder?

Ja, aber… Und die statischen Seiten?

Völlig richtig. Die hatten ja für eine Schnelligkeit im Blog gesorgt, die seinem Herrchen inzwischen fremd geworden war, von den positiven Datenschutzaspekten ganz abgesehen – denn wo keine Maschine vorhanden, werden auch keine (Nutzer-) Daten verarbeitet.

Alles richtig. An diesen Purismus kommt eine WordPress-Installation natürlich nie heran. Immerhin habe ich mir Mühe gegeben, diese Seiten so sauber und schnell wie möglich zu halten – mit allen datenschutztechnisch möglichen Einstellungen und mit zumindest halb-statischen Seiten aus dem Cache. Der Testlauf mit meiner etwas wackeligen LTE-Verbindung hat gezeigt, dass die Seite etwas langsamer geworden ist – aber nicht viel.

Herr K., wo bleibt das Positive?

Das werden wir sehen. Ich werde Ihnen und mir künftig wohl seltener mit rat- und tatlosen Werkstattberichten aufwarten können und müssen; WordPress ist in dieser Hinsicht erheblich langweiliger als jeder Statische-Seiten-Generator. Dafür werden Änderungen unter der Haube bei weitem nicht mehr so aufwendig sein. Die zuletzt, auch in den hilfreichen Kommentaren (danke!) diskutierten Lösungen mit Github und was nicht allem wären zwar Grund für unbegrenzten Bastelspaß (?), würde mich aber auch weiter von anderen Themen und Inhalten fernhalten.

Und vor allem: Ich habe mich von dem Prinzip „Eine Maschine, ein Blog“ verabschiedet. Ich kann nach der Beendigung dieses Textes aufstehen, ins Wohnzimmer gehen und auf dem iPad oder sogar dem Telefon weiterbloggen. Wenn ich will.

Hurra. Aber jetzt erstmal einen Kaffee.

11 Kommentare

  • Lustige, innovative Sachen gibt es eben auch meist zu WordPress, z.B. ActivityPub wodurch ich z.B. caasn@caasn.de als Fediverse-Adresse nutzen kann. Als Mailadresse eben auch und mit delta.chat auch als Messenger-Adresse. Nutzt kaum jemand, aber ich finde es schön.

    • Das war auch einer der vielen Gründe für den Umstieg zurück. Dem Fediverse bin ich in der Hugozeit nicht nähergekommen, weil alles eine gewaltige Bastelei ist. Dagegen habe ich nichts, aber manchmal habe ich es auch gern etwas einfacher.

      Hier ist noch nichts in der Hinsicht eingerichtet, aber das kann (und wird) kommen.

  • Er ist zurück auf der dunklen Seite der Blog-Macht. 😉

    Ich verstehe es aber, egal was die Evangelisten der statischen Blogsysteme einen einreden wollen („ist viel einfacher als WordPress: nimmst Du einen SSG, schreibst die Artikel in einem Headless CMS, eine Suche machst Du mit Algolia, Kommentare als github-Issues und das ganze deployest Du dann zu Netlify, easy peasy!“):

    Man muss für solche Systeme schon ein Stück weit ein „Freak“ sein, dem das Basteln am Blog-Setup ebenso Spaß macht wie das Bloggen selbst. Wer eigentlich einfach nur schreiben will, ist mit einem WordPress o.ä. besser bedient.

    • Ist mir damit der Freak-Status offiziell aberkannt?

    • Würde ich so nicht sagen. Wer einfach nur schreiben will, der kann das einfacher mit FlatFile-Systemen wir mdbl0g, FlatPress oder Bluedit machen. Einfach hochladen, entpacken, fertig. Kein großartiges Upgedate mehr, keine Plugins, die sich im Wege stehen, einfacheres Einloggen, wodurch man fixer zum Schreiben kommt, und schneller sind die allemal. Durch den Verzicht auf eine MySQL-Datenbank werden Posts als einfache Dateien gespeichert, wodurch auch das Archivieren wesentlich einfacher ist.

      • Diese FlatFile-CMS speichern ja nur die Daten auf andere Art und Weise, die Grundprobleme „dynamisches System das man hacken kann“ und das aufwändigere dynamische Zusammenbauen der Seite bei jedem Aufruf bleiben ja bestehen. Deshalb schrieb ich ja „WordPress o.ä.“. Der Verzicht auf eine Datenbank ist eher Geschmackssache als ein tatsächlicher Vorteil, was die Performance oder Sicherheit angeht.

        Dieses „wie toll, keine Datenbank“ bei CMSsen ist für mich auch nicht so recht nachvollziehbar, Datenbanken sind schon eine praktische Sache zum Speichern und Wiederfinden von Daten. 😉

        • Ich erinnere mich: Als ich das erste Mal diese Seiten auf https-Auslieferung umstellte, standen eine ganze Menge absoluter Links in den Beiträgen. Und dann gab mir jemand den Tipp, einfach auf der Datenbank-Ebene alle Links umzuschreiben. Ich glaube, der Jemand lebte (und lebt) in Karlsruhe…

          • Genau! Strukturierte Daten sind eine gute Sache, man hat eine standardisierte Datenhaltung mit man mit SQL nutzen kann. Sowas wie URLs umschreiben bekommt man zwar auch mit Dateien hin, das kann aber ein ordentliches Gefrickel werden.

  • Peter van I.

    Surprise indeed! I had to lie down for a little while after having read this post to settle my palpitations 😉

    Of all possible outcomes, this wasn’t the one I expected.
    That said: it’s your blog and you should decide what works best for you, of course.

    FWIW, it looks fine and works as you’d expect, so congratulations are in order.
    Good to see that a number of your readers find the traditional commenting option more to their liking.

    And, now that you’ve regressed to ‚easy blogging‘, I expect more regular updates!

    /*back to scrutinising the ‚Datenschutz‘ page*/

    • > I expect more regular updates!

      Actually, this is one of the many reasons for my, well, regression: In the last couple of months, when thinking of my blog, each time I ended up thinking about alternative solutions for technical problems, alternatives to Hugo in general, musings about which way to go etc.

      With WordPress, I expect to be able to focus on non- (or at least less-) technical issues – which in addition might interest more than a handful readers. Stay tuned!

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