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Time to Grübel

Es ist Grübelzeit™, Zeit, darüber nachzudenken, warum, verdammtnoch1, ich schon zum zweiten Mal in diesem Jahr mit einer Bronchitis im Bett liege(n sollte). Wo ich doch schon das ganze Jahr über meinen Mitmenschen mit meinem Dauerhusten auf die Ohren gehe, der - doch das nur ganz nebenbei - in diesem Jahr 25jähriges Dienstjubiläum begehen kann… Und wird, so wie ich ihn kenne.

Und wenn ich schon mal bei vorfrühlingshaftem Sonnenschein im Bett liege(n sollte), denke ich auch gleich noch darüber nach, warum ich seit Jahren mehr oder weniger unverdrossen den Gebrauch von PGP-Verschlüsselung oder wenigstens eines datenschutz- und datensicherheitsorientierten Mailanbieters predige - wenn doch die bei mir einlaufende Mail zu nahezu 100 Prozent entweder von Maschinen kommt, denen Datensicherheit über das normale Maß hinaus wurscht ist (Newsletterversender, Bestellungsabwickler, Rechnungsverschicker), oder von mir durchaus lieben Menschen, die gefühlt allesamt ihre Mail über GMail laufen lassen und noch meine alte GMail-Adresse in ihren Adressbüchern haben. Speziell und ausdrücklich an meine Adresse beim datenschutzorientierten Anbieter kommt eigentlich nur Spam, der dann noch nicht mal zuverlässig gefiltert wird.

Dann denke ich darüber nach, dass meine eigene sicherheitsempfindliche Kommunikation inzwischen ebenfalls zu nahezu 100 Prozent über die Messenger meines Vertrauens läuft - und eben nicht mehr über E-Mail. Und dann hake ich das Thema ab und grübele nicht weiter darüber nach.

Worüber ich allerdings wirklich und intensiv nachgrübele: Seit zweieinhalb Monaten lebe ich ohne Katzentier, was eigentlich ein unhaltbarer Zustand ist, wie mir jeder Katzenbesessene (oder wie heißt das noch, wenn man das Besitztum einer Katze ist?) bestätigen wird.

Aber: Da ist einerseits das Gefühl, dass die angemessene Trauerzeit noch nicht ganz abgelaufen ist - auch wenn die Kratz- und Kletterburg (s.o.) so leer herumsteht. Andererseits aber…

Als Marlon in mein Leben kam, war er ein mutiger Kater voller Bewegungsdrang. Das Berliner Tierheim hatte ihn mir mit dem ausdrücklichen Hinweis “Freigänger” übergeben, und das war er die längste Zeit auch - bis mich die Umstände in eine Etagenwohnung brachten. Damit kam der 16jährige Kater die letzten anderthalb Jahre seines Lebens auch noch klar - aber eine junge, gesunde, kräftige Katze? Oder gleich zwei davon? Schließlich hat eine Katze in einer Wohnung einfach nicht so viel Unterhaltung wie in diesem sogenannten “Draußen”.

Ernsthaft: Darüber grübele ich viel nach. Mit erstaunlich wenig Ergebnis, bis jetzt.

Konstantin Klein / Konstantin