K[journ]

Konstantin Klein

Irgendwie doch ein Blog. Oder so.

3 Minuten

Ping! Ja, alles noch da: Das Blog (es heißt “das Blog”™!), die Rechner, das Home Office, (der Lurch, der Habicht) ich. Tutto bene.

Tag 23 der selbstgewählten (und auch von Chef-Ebene verordneten) Isolation. 15 Arbeitstage im Home Office hinter mir. Erste Folgen: Ich merke, dass die hässlichen teuren Bürostühle im Laden tatsächlich achtstundentagskompatibler sind als mein guter alter IKEA-Schreibtischhocker, und auch dass meine ergonomische Maus (im Artikelbild halbrechts) nicht ganz so ergonomisch ist wie die Billigware im Office-Office.

Was ich außerdem so merke: Ab und zu will man ja doch ein Gesicht sehen; und Dauertelefonate mit Handys sind die höchstens zweitbeste Lösung. Da kommt mehr oder weniger gelegen, dass sich mein Arbeitgeber schon vor längerer Zeit für den Umstieg auf MS Office 365 mit all dem Kram den Anwendungen entschieden hat, die man als Heimarbeiter eher nicht braucht, und Teile dieses Umstiegs mal eben zackig vorgezogen hat. So findet der Großraum nicht mehr im Großraum statt, sondern mit MS Teams (im Artikelbild rechts auf dem iPad), und das ist auch der Ort für Videokonferenzen und Videotelefonate - mit dem kleinen, aber nicht unbedeutenden Vorteil, dass nicht alle Kolleginnen und Kollegen meine privaten Telefonnummern kennen(lernen) müssen! Not that there’s anything wrong with that. (Jüngere Mitleser, wenn es sie denn gibt, gucken jetzt verständnislos. Macht aber nix.)

Microsoft, ey!

Überhaupt MS Office. Ich habe es aus Gründen™ schon seit ein paar Jahren auf dem Hauptrechner, nutze es aber eher selten - wieviele Briefe wollen denn noch auf Papier geschrieben sein? Eben.

Das ist seit drei Arbeitswochen sehr anders - was damit zu tun hat, dass ich früher (also vor mehr als drei Wochen) zuhause nicht für meinen Arbeitgeber gearbeitet habe und deshalb auch keinen Job-Laptop zuhause habe (immerhin einen VPN-Zugang). Muss ich also (vorerst) mit Privatrechnern for the man arbeiten (ja, ich weiß und bin mir der damit verbundenen Probleme für Arbeitgeber und mich bewußt. Es sind halt diese Zeiten…). Und ich stelle mit Überraschung fest, dass Microsoft es tatsächlich hingekriegt hat, die Welt der Arbeit von der Welt der, äh… Nicht-Arbeit sauber zu trennen, ohne dass jede Aktion gleich im Chaos (lokales Speichern statt Netzwerkspeichern & so) endet. Kaum beschäftigt man sich ein paar Jahre nicht mit einem Softwareprodukt, macht es schon einen ganz brauchbaren Eindruck. Wieder was gelernt.

Was mich übrigens echt überrascht hat: Arbeitstage im Home Office sind nicht nur gerne etwas länger als solche im Office-Office, sie sind dabei auch um keinen Fatz weniger anstrengend - eher anstrengender,

Und sonst so?

Der Mensch lernt wieder zu telefonieren (weil MS Teams zumindest bis zum 21. April vong Lizenzen her nichts für private Nutzung ist). Busse, die sonst rappelvoll sind (looking at you, 613 um viertel vor acht!), bieten eine reichhaltige Sitzplatzauswahl. Ich kann tatsächlich beim Bäcker mit Google Pay für die Brötchen bezahlen (konnte ich vorher wahrscheinlich auch, habe es aber nie genutzt). Die Wohnung könnte (nach drei Wochen!) auch mal wieder geputzt werden.

Es ist hier eben alles genauso wie in jedem anderen Home Office dieser Welt. Ping!

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