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Entschuldigungszettel

So, so. Mit einem gewissen Trara ein neues Blog auf den Trümmern des alten aufbauen, dann mit Energie weiterbloggen, und dann plötzlich über zwei Wochen lang gar nichts? Was ist geschehen?

Zunächst einmal entspanntes Nichtstun: ein verlängertes Wochenende in Bayern. Dann ein Arbeitstag, der mit Übelkeit vorzeitig endete. Dann, was in einer Meldung der Bonner Feuerwehr hätte stehen können, aber nicht stand:

Bonn - Nachdem er unentschuldigt nicht zur Arbeit erschienen war, alarmierten Kollegen des Bonner Journalisten Konstantin K. am Dienstagmittag den Rettungsdienst der Stadt Bonn. Mitarbeiter des Rettungsdienstes verschafften sich Zugang zur Wohnung des K. und fanden ihn bewußtlos vor. K. wurde ins Universitätsklinikum Bonn geschafft. Um K.s Kater Marlon kümmerte sich zunächst eine Kollegin (des Journalisten, nicht des Katers).

OK, dachte sich der (fiktive) Redakteur des Pressedienstes - bevor ich das nach Stil und Inhalt in eine publizierbare Form bringe, beschäftige ich mich lieber mit wichtigeren Dingen.

Kontrollverlust

Und die Tage seither haben die Ärzte, Ärztinnen, Pfleger und Schwestern (für die Bezeichnung kann ich auch nichts!), Studentinnen und Studenten und der Schülerpraktikant des Notfallzentrums, der Intensivstation und schließlich der Station 3 “Paul Ehrlich” des Zentrums für Integrative Medizin des UKB damit verbracht, mir die Streptokokken wieder aus dem Leib zu prügeln zu schaffen, die mich am Dienstag und Mittwoch in einen jämmerlichen Zustand des körperlichen und auch geistigen Kontrollverlustes versetzt hatten.

Filmrisse in Serie sind unkomisch. Und die anderen Dinge auch.

Der Rest ist die Geschichte einer langsamen Erholung: Viele Antibiotika, Schritt für Schritt zurück in ein normales Patientenleben, jetzt wieder zuhause, mehr Antibiotika, mehr Arztbesuche. Und das ist der Entschuldigungszettel für zwei Wochen Nichtbloggens.

Danke!

Wem ich aber unbedingt danken möchte: Allen, die mit mir im UKB zu tun hatten und ihren Job professionell, freundlich und mit viel Geduld machten, dann natürlich den Kollegen, denen meine Abwesenheit aufgefallen war - und meiner Schwester, die ich gerade erst in München besucht hatte, und die zu meiner Überraschung an meinem Bett auf der Intensivstation stand, als ich wieder mehr oder weniger zu mir selbst kam.