K[journ]

Konstantin Klein

Irgendwie doch ein Blog. Oder so.

5 Minuten

Was bisher geschah…

Vier Wochen Home Office liegen jetzt hinter mir, dazu eine Woche Home ohne Office (man nennt es auch Urlaub, der irgendwie anders geplant war, aber das geht ja vielen so). Die Wohnung ist aufgeräumt, die eigene Datenhaltung ebenfalls. Wie viele andere entdecke ich das Telefonieren neu, und es gibt die täglichen Diskussionen darüber, welche Software, welche Server man für Videotreffen nutzen soll/darf und welche nicht (Skype, anyone?). Das neue Normal in unnormalen Zeiten eben.

Nachrichten aus der Vergangenheit

Dazu kommt, dass inzwischen schon seit fast zwei Jahren Hugo hier sein Werk verrichtet, und dass es vielleicht Zeit wird, sich über die Zukunft dieser Seiten Gedanken zu machen (was man eben so macht, wenn man mit allem anderen durch ist und keine Lust auf die Steuererklärung hat).

Doch da! (Wo? Na da!)

Da meldet sich ein Ex-Kunde, dem ich in früheren Zeiten (in sehr früheren Zeiten) mal eine WordPress-Seite gebaut hatte. Um den Kunden im Falle des Falles nicht hängen zu lassen, hatte ich die weitere Pflege dieser Seite an den Kunden übergeben, mit Admin-Passwort, Dokumentation und allem Pipapo. Die Ereignisse im Sommer vor zwei Jahren hatten mich erkennen lassen, dass auf nichts Verlass ist, schon gar nicht auf meine Gesundheit, und ich wollte niemanden in die Lage bringen, plötzlich ohne Admin und vor allem ohne Zugang zur eigenen Seite dazustehen.

Leider ist genau das dann auf der Kundenseite passiert, und es meldete sich bei mir die neue WordPress-Beauftragte des Kunden, die ohne Passwort, ohne Dokumentation und vor allem ohne Vorwarnung zur WordPress-Beauftragten geworden war.

Handlungsbedarf?

Habe ich mir also die Seite angeguckt und festgestellt, dass Handlungsbedarf besteht. Habe ich dann erst die gröbsten Löcher selbst geflickt und dann in einer längeren TeamViewer-Sitzung die neue WordPress-Beauftragte mit den Grundsätzen von WordPress vertraut gemacht. Und habe dabei festgestellt, dass ich für diese Aufgabe genau der Falsche bin: WordPress wurde in den letzten Jahren doch weiterentwickelt, und einige der kleinen schmutzigen Hacks, die ich 2014 noch verwendet hatte, waren inzwischen nicht nur unnötig geworden, sondern sind mit dem aktuellen WordPress-Editor Gutenberg auf direktem Kollisionskurs.

Und was tut das Schicksal?

Heute morgen finde ich eine Mail eines befreundeten Kollegen, dem ich - ebenfalls vor langer Zeit - eine Seite gebaut hatte (und den ich im Rahmen der Aktion “Wir machen die Menschen unabhängig von meiner weiteren Unterstützung” vorsichtig von WordPress zu Jimdo geleitet hatte, nachdem ihm meine WordPress-Anleitungen zu kompliziert, zu unverständlich, zu viel waren), und der mich jetzt fragt, ob ich nicht…?

Ja, ist denn schon Weihnachten “Wir-entdecken-WordPress-neu”-Tag?

Dabei hatte ich doch viel lieber über die Zukunft dieser Seiten nachdenken wollen, über Hugo, vielleicht über ein neues Layout, ein neues Konzept (eine aktuelle Hugo-Version?), so’n Kram eben.

Jetzt erstmal ‘n Kaffee. Und dann sehen wir weiter.

Kommentar

Stammleser Peter v. I. hat sich gemeldet und schrieb:

I couldn’t help but crack a little smile when WP was mentioned and the inability of many users to maintain it. I assume there are people that needed a site for some reason where they could edit the content themselves but had to outsource the back end maintenance. Nothing wrong with that: knowing your limitations, in this case, is much better than overestimate one’s capabilities.

That said: outsourcing maintenance should IMHO always include some form of redundancy, as your story illustrates.

A one-man operation is fraught with insecurity. I’m not even talking about the possibility that you cannot always vet your maintainer’s level of expertise.

Mein Reden. Und jetzt mehr denn je.

I’m not someone who thinks that regular re-theming a site is a mandatory regular cycle. But I see many otherwise respectable blogs doing just that.
Nothing wrong with it but from my perspective such urges not always result in a better experience for the visitor.

I’m more of a customiser, a fine-tuner if you will.

FWIW, I’m not sure if updating Hugo to the latest & greatest will bring noticeable advantages. Perhaps just more grief?

Das ist natürlich gut möglich. Einer der Gründe, weshalb ich mit Hugo auch nach zwei Jahren zufrieden bin: Es (oder er?) läuft. Und weil er nicht auf dem Server läuft, sondern bei mir zuhause, auf dem Server aber nur statische HTML-Seiten ablegt, ist es auch gar nicht nötig, aus Sicherheits- oder Performance-Gründen den Hugo zu aktualisieren. Diese Seiten, so, wie Sie sie sehen, sind erfreulich low maintenance - so low, dass ich manchmal vergesse (nicht wirklich!), dass sie noch da sind. Wenn ich über neues Theme/neuen Hugo nachdenke, dann vor allem deshalb, weil diese Version meiner Seiten die ersten unbeholfenen Gehversuche mit Hugo darstellen und deshalb eine Menge uneleganter Schmutzeleien meinerseits enthalten, die ich bei einem Neustart (vielleicht) vermeiden würde.

Und nachdem Peter mich auf diese Weise auf die Vorteile der Bewahrung des Bewährten hingewiesen hatte, konnte er es sich doch nicht verkneifen:

But I can empathise with the desire to look around to see if Hugo is still King of the Hill.

I’ve kept up with many (but not most) alternatives that have gained track recently.

I’ll refrain from suggesting them all but concentrate on one I found particularly interesting: Eleventy: https://www.11ty.dev/

Damn! Und wieder was, was ich anzugucken habe…

Ihre Meinung dazu?

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