Opt-In my Ass

Eigentlich sollte ich das gar nicht machen, und sei es nur, um zu zeigen, dass meine Auffassung von Datenschutz nicht immer mit der Auffassung übereinstimmt, die Datenschützer vom Datenschutz haben. Wir erinnern uns: Der „Gefällt mir“-Button aus dem Hause Facebook verstößt gegen deutsche Datenschutzgesetze (oder auch nicht) und soll deshalb auf deutschen Webseiten nicht eingesetzt werden (oder doch). Gleiches soll für den +1-Button von Google+ gelten (oder auch nicht).

Weil mir zwar bundesdeutsche Datenschutzbeamte vergleichsweise wurscht sind, nicht aber die Bedenken meiner Leser, habe ich hier immer darauf geachtet, keine Buttons einzusetzen, die schon beim Besuch der Seite anfangen, Daten an die jeweiligen Dienste zu übermitteln. Für Facebook & Co. hatte das ganz gut hingehauen, nur Google+ bot bisher nur eine Möglichkeit eines gescripteten Buttons an, für den ich mir eine eigene Opt-In-Lösung gestrickt hatte.

Nun erfahre ich u.a. bei vowe, dass Google+ es jetzt erlaubt, wie Facebook und Twitter auf eine Seite zu verlinken, von der aus man einen Artikel weiterempfehlen kann. Ich habe mir die Lösung zu eigen gemacht, und jetzt finden sich unter jedem Beitrag nur noch Buttons, die Links auf die entsprechenden Dienste bereit- und darstellen, aber keine Daten ohne das Wissen des Lesers weitergeben.

Dieser Aktion ist übrigens der identica-Button zum Opfer gefallen. Ich kann den aber auch gerne nachreichen.